Themen-Überblick: Kriminalität

Goldhändler nach Sparkassen-Einbruch: „Ich bin besser gesichert als die Bank“
Gelsenkirchen, Nach dem Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen hat Goldhändler Mehmet Dimir aus Gelsenkirchen-Buer seine Sicherheitsvorkehrungen erneut überprüft. Er sagt, er fühle sich inzwischen besser geschützt als die Bank selbst. Dimir war bereits im vergangenen Jahr während der Öffnungszeiten Opfer eines Betrugsversuchs und rüstete danach massiv auf: Kameras, Bewegungsmelder und eine externe Sicherheitsfirma überwachen sein Geschäft rund um die Uhr. Die Sparkasse weist Vorwürfe unzureichender Sicherung zurück und spricht von „höchster krimineller Energie“. Der Fall war Thema im NRW-Innenausschuss, Ermittlungen laufen. weiter…

Prozess im Sauerland verschoben – Gericht schließt wegen Wetterlage
Siegen, Das Landgericht Siegen hat einen Prozesstag wegen der angekündigten Wetterlage abgesagt. Verhandelt wird der Fall eines jahrelang versteckten Mädchens aus dem Sauerland. Angeklagt ist die Mutter, auch die Großeltern stehen wegen Beihilfe vor Gericht. Bereits zum Auftakt hatte es Verzögerungen gegeben. Die Verhandlung soll nun fortgesetzt werden. weiter…
Juwelier-Überfall in Sekunden – Geschäft nach zwei Monaten verwüstet
Ahlen, Westfalen, Mit einem Auto rasten Täter rückwärts in einen Juwelier in Ahlen und zerstörten die Eingangstür. Innerhalb von Sekunden räumten sie eine Vitrine leer. Für Inhaber Manuel Ovat ist es ein schwerer Schlag – sein Geschäft hatte erst vor zwei Monaten eröffnet. Dank einer installierten Rauchanlage blieb der materielle Schaden begrenzt. Einen Zusammenhang mit dem millionenschweren Einbruch in Gelsenkirchen schließen Polizei und Besitzer aus. Trotz Schock und Zerstörung will Ovat nicht aufgeben und den Laden wieder eröffnen. weiter…
Tödlicher Raub aus Habgier?! Prozessauftakt gegen drei Männer in Bocholt
Vor dem Amtsgericht Bocholt hat heute der Prozess gegen drei Männer begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, einen 61-jährigen Mann aus Habgier heimtückisch getötet zu haben, um ihn zu berauben. Laut Anklage sollen sie das wohlhabende Opfer unter einem Vorwand in seiner Wohnung aufgesucht und die Tat zuvor geplant haben. In einem Gästezimmer griffen sie den Mann an und verletzten ihn tödlich. Anschließend nahmen sie Bargeld und Wertsachen an sich und flohen. Während des Prozessauftakts wurde zudem ein vierter mutmaßlich Beteiligter festgenommen. weiter…
Prozess gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer in Düsseldorf gestartet
Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hat heute der Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Kämpfer begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Syrer Ahmad A. vor, sich 2014 der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angeschlossen und bis 2017 an Kampfhandlungen beteiligt zu haben. Laut Anklage soll er Patrouillen gelaufen sein und an der Verfolgung eines syrischen Stammes mitgewirkt haben – inklusive Misshandlungen, Folter und Hinrichtungen. Belastet wird er vor allem durch einen Cousin. Die Verteidigung spricht von falschen Vorwürfen aus familiären Streitigkeiten. Ahmad A. sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. weiter…
Geplanter Anschlag auf Umspannwerk: Erkrath entgeht knapp Stromausfall
In Erkrath ist ein geplanter Anschlag auf das Umspannwerk Unterfeldhaus gerade noch verhindert worden – nur wenige Meter von einem Industriebetrieb entfernt, der ohne Strom nicht produzieren kann. Linksextreme Täter sollen dort einen Spreng-Cocktail deponiert haben. Bekannt wurden die Pläne erst durch ein Bekennerschreiben im Internet. Der Anschlag schlug fehl, der Strom blieb an. Unternehmer warnen dennoch: Die Vorfälle in Erkrath und zuletzt auch in Berlin zeigen, wie angreifbar die kritische Infrastruktur ist. weiter…
Mehr antisemitische Angriffe in NRW
Seit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 und der folgenden Eskalation im Nahen Osten sind antisemitische Vorfälle deutlich häufiger geworden – auch in Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Innenministerium hat heute die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. weiter…
Korruptionsverdacht im Bielefelder Ausländeramt
Bielefeld, Düsseldorf, Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen vier Personen wegen Bestechung und Bestechlichkeit. Zwei arbeiten bei der Stadt Bielefeld, außerdem stehen ein Dolmetscher und ein weiterer Beteiligter unter Verdacht. Sie sollen zwischen 2023 und 2025 in mindestens 15 Fällen Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnisse sowie schnellere Termine gegen Geld vergeben haben – in einem Fall sollen rund 4.000 Euro geflossen sein. Die Stadt will sich noch äußern. weiter…
War der Millionenraub ein Insiderjob?
Gelsenkirchen, Um halb 5 am gestrigen Nachmittag hat die Polizei die Geschäftsräume der ausgeraubte Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen durchsucht – nötig war das, weil die Bank offensichtlich nicht richtig mit den Ermittlern zusammenarbeiten wollte. Jetzt gibt es den Verdacht, dass es sich hier um einen Insiderjob handeln könnte – dann hätten die Täter Hilfe aus dem direkten Umfeld der Bankfiliale bekommen. weiter…
