Die Grundsteuerreform bleibt bestehen – das haben die Finanzrichter heute entschieden. Eigentümer hatten geklagt, weil Finanzämter mit pauschalen Durchschnittswerten arbeiten, etwa bei Mieten und Bodenpreisen. Das Gericht hält diese Methode jedoch für zulässig. Für Menschen in NRW wie Jörg Laufenburg aus Ratingen bedeutet das: massive Mehrkosten. Für sein unbebautes Grundstück soll er statt früher 44 nun 1.200 Euro zahlen – obwohl er darauf nicht einmal bauen kann. Die CDU verteidigt die Reform, der Bund der Steuerzahler will vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Wer Einspruch eingelegt hat, könnte profitieren; alle anderen können nur noch nach Fehlern im Bescheid suchen und eine Korrektur beantragen. Für Laufenburg bleibt sein kleines Stück Land vor allem eines: ein großer Ärger. weiter…
Seit 2017 setzt NRW-Innenminister Herbert Reul auf seine „Politik der tausend Nadelstiche“ gegen Clankriminalität und ist regelmäßig bei Razzien vor Ort. Das neue Lagebild zeigt nun: 2024 wurden weniger Straftaten registriert, gleichzeitig stieg die Zahl der Verdächtigen. Trotz Erfolgen bleibt die Sorge vor Clan-Aktivitäten groß. Auch wir erlebten in der Vergangenheit während der Dreharbeiten immer wieder aggressive Clan-Mitglieder – Beschimpfungen inklusive. weiter…
Immer mehr Kinder bekommen ungefragt sexuelle Nachrichten: Laut neuer Studie der Landesanstalt für Medien sind inzwischen 83 % der 11- bis 13-Jährigen betroffen. Sexualpädagoge Michael Hummert erklärt, dass Jugendliche viel über Handys kommunizieren und dabei Grenzen überschreiten. Viele orientieren sich laut Studie an Pornos – oft ohne selbst Erfahrung zu haben. Problematisch wird es, wenn Inhalte ungefragt verschickt oder weitergeleitet werden. Deshalb braucht es klare Gespräche über Risiken, Social Media und Sexting. weiter…
Alfred Blömeke, 75, betreibt seit über 20 Jahren einen Toilettenwagen in Essen – und begeistert Besucher mit Gesang. Sein sauberer Wagen und seine gute Laune sind Kult. Selbst seine Partnerin lernte er beim „Klo-Singen“ kennen. Nächstes Jahr verabschiedet sich Essens wohl bekanntester Toilettenmann in den Ruhestand. weiter…
Dortmund trifft morgen in der Champions League auf Bodø/Glimt und will einen wichtigen Schritt Richtung Endrunde machen. Die Norweger haben zwar erst zwei Punkte, verloren aber viele Spiele nur knapp. Trainer Niko Kovac zeigt sich selbstbewusst und glaubt an die richtigen Antworten seiner Mannschaft. Vorteil für den BVB: Die norwegische Liga ist seit über zwei Wochen vorbei – Bodø kommt mit wenig Spielpraxis nach NRW. weiter…
Für rund 200 Gefangene in NRW gab es heute eine vorgezogene Bescherung: Das Justizministerium ermöglicht ihre frühere Entlassung, damit sie Weihnachten bei ihren Familien verbringen und wichtige Behördengänge erledigen können. Voraussetzung ist gute Führung. Sieben Häftlinge lehnten das Angebot ab. Sexualstraftäter und Personen, die nach der Haft abgeschoben werden sollen, sind ausgeschlossen. weiter…
In Lüdenscheid staunen Polizisten nicht schlecht, als ihnen nachts plötzlich ein Wolf vor den Streifenwagen läuft. Sie verfolgen das Tier quer durch die Stadt und sichern seinen Weg bis zum Wald ab. Wolfsberaterin Christine Thiel Bender erklärt: Gerade jetzt ziehen junge Wölfe los und wandern auf der Suche nach neuem Revier auch durch Städte. Sichtungen häufen sich – und solche Begegnungen werden wohl immer häufiger. weiter…
Im Reichswald bei Kleve sollen elf neue Windräder entstehen. Zwar bekennt sich der Kreistag klar zur Windenergie, lehnt aber diesen Standort ab und bietet Alternativen an. Die Bezirksregierung hat das Gebiet jedoch als geeignet ausgewiesen – sogar als sogenanntes Beschleunigungsgebiet. Eine Klage des Kreistags ist in Vorbereitung, kann den Baustart aber nicht aufhalten. Gelingt der Einspruch, müsste die Gemeinde dem Energiekonzern Entschädigung zahlen. weiter…
In einem Hotel befreite das SEK ein 12-jähriges Mädchen, das stundenlang von einem 40-jährigen Mann aus Waltrop festgehalten worden sein soll – offenbar dem Ex-Freund der Mutter. Er hatte zunächst regulär auf das Kind aufgepasst, soll später jedoch bewaffnet an der Wohnungstür gestanden und gedroht haben, die Familie zu töten, wenn seine Geldforderungen nicht erfüllt würden. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen erpresserischem Menschenraubs und schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. weiter…