US-Präsident Trump: Strafzölle auf Stahl und Alu

US-Präsident Donald Trump will Strafzölle auf die Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukte verhängen. Vor allem für das Ruhrgebiet könnte das erhebliche Folgen haben.

US-Präsident Trump: Strafzölle auf Stahl und Alu (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

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In NRW befindet sich das Herz der deutschen Stahlindustrie. Jährlich werden hier rund 16,4 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt, was knapp 40 Prozent der Produktion in Deutschland entspricht. Der Stahl wird in die ganze Welt exportiert. 20% der Exporte gehen in die USA. Aber das könnte sich jetzt ändern. Handelsexperte Jürgen Matthis beobachtet die wirtschaftlichen Entwicklungen. Er glaubt das Trumps Vorhaben Auswirkungen auf die Stahlunternehmen haben wird.

Jürgen Mattis, Handelsexperte, sagt: „Die Stahlindustrie ist sowieso unter Druck. Je nach dem wie sehr die Exporte einbrechen, kann das möglicherweise auch Arbeitsplätze gefährden.“

47.600 Menschen arbeiten in NRW in der Stahlbranche. Die Welthandelsorganisation kurz WTO regelt und kontrolliert den Wirtschaftsmarkt. An die muss sich die EU nun wenden.

„Die EU hat Gegenmaßnahmen angekündigt nicht nur vor der WTO zu klagen sondern auch einzelne Produkte aus den USA wie Motorräder oder Whisky mit Strafzöllen zu belegen, da wird man noch abwarten müssen ob das passiert, aber die Drohung steht auf jeden Fall im Raum.“, so Mattis.

Für NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart warnt heute davor sich gegenseitig hochzuschaukeln.

Die EU-Kommission könnte bereits am kommenden Mittwoch Vergeltungsmaßnahmen einleiten. Trump verteidigte heute sein Vorgehen und zeigte sich von der Aussicht eines «Handelskriegs» unbeeindruckt.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 02.03.2018 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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