Zwischen Glättewarnung und Schweigen: Wie viel Alarm braucht der Verkehr?
Erst große Angst, dann nichts: Am 9. Januar sorgt Sturmtief „Elli“ in ganz NRW für massive Warnungen – am Ende bleibt es ruhig, Einsatzkräfte müssen kaum ausrücken. Nur zwei Wochen später das Gegenteil: Am 23. Januar kommt es ohne große Vorwarnung zu einem schweren Unfall auf der A44 mit drei Toten. Und auch heute wieder häufen sich Unfälle im Berufsverkehr, etwa in Vlotho – trotz fehlender Glättewarnungen.
Die Frage steht im Raum: Müssen Wetter- und Verkehrswarnungen häufiger und deutlicher ausfallen, damit es auf den Straßen sicherer bleibt? Ein Winterdienstfahrer aus dem Kreis Steinfurt hält frühe Warnungen grundsätzlich für richtig, plädiert aber für Augenmaß. Hinweise auf Glätte und Vorsicht seien sinnvoll, drastische Konsequenzen wie Schulschließungen jedoch nicht immer nötig.
Doch auch zu viele extreme Warnungen bergen Risiken: Sie können sich abnutzen und an Wirkung verlieren. Am Ende bleibt der Appell an gegenseitige Rücksichtnahme – und an vorsichtiges Fahren, auch ohne dramatische Warnstufe.

Bild: SAT.1 NRW,