Neun Tipps, mit denen Sie den Wildbienen helfen

Je nach Standort und Größe des Gartens oder Balkons gibt es viele Möglichkeiten, Wildbienen zu schützen. Als Faustregel gilt: Je vielfältiger, desto besser. Hier finden Sie konkrete Tipps zum Schutz der Wildbienen!

Neun Tipps, mit denen Sie den Wildbienen helfen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

1. Wildblumen säen: 

Von einer Wildblumenwiese profitieren viele Wildbienenarten. Wildblumen gedeihen meist am besten auf nährstoffarmen Böden. Hierfür muss die Humusdecke abgetragen oder der Boden mit Sand durchmischt sein. Ist der Boden vorbereitet, geht es an die Aussaat. Im Fachhandel gibt es Samenmischungen aus heimischen Arten, die an die Bedürfnisse von Wildbienen angepasst sind.

2. Sparsam mähen: 

Wildbienen-Wiesen sollten maximal zweimal im Jahr und erst ab Juni gemäht werden. Am besten greifen Sie hierfür zur Sense und lassen den Rasenmäher im Schuppen. Das Mähgut sollten Sie dann entfernen.

3. Kräuter für Wildbienen: 

Wenn Sie in Ihrem Garten keinen Platz für eine Wildbienenwiese haben, können Sie trotzdem etwas für die Wildbienen tun. Auch auf kleinen Flächen oder in Blumenkästen angebaute Heil- und Gewürzkräuter wie Salbei, Zitronen-Thymian oder Bohnenkraut sind bei vielen Wollbienen, Pelzbienen und Hummeln beliebt.

4. Pionierpflanzen lieben es karg: 

Einige bei Wildbienen beliebte Pflanzen wie Färber-Kamille oder Natternkopf sind sogenannte Pionierpflanzen. Sie wachsen auf kargen Flächen. Schütten Sie hierfür Schotter oder Kies auf.

5. Ein Gemüsegarten für Wildbienen: 

Im Gemüsegarten erfreuen sich Masken- und Pelzbienen an stehengelassenen und blühendem Lauch, Zwiebeln, Rosen- und Grünkohl.

6. Diese Pflanzen mögen Wildbienen: 

Auch auf dem Balkon sind einige Blühpflanzen wie Ranken-Glockenblume, Kornblume, Salbei oder Blaukissen von April bis Oktober nicht nur eine Augen- sondern auch eine Wildbienenweide.

7. Stauden und Holzstapel stehen lassen: 

Auch durchs Nichtstun können Sie den Wildbienen helfen: Lassen Sie im Herbst Ihre verblühten Stauden stehen und schneiden Sie sie nicht zurück. Hier finden Wildbienen Unterschlupf für den Winter. Wildbienenarten, die ihre Nester in Holz nagen, können Sie einen Holzstapel anbieten.

8. Dauerhafte Refugien für Wildbienen: 

Für Wildbienen gut geeignete Gehölze sind u.a. Weiden, Schlehe, Süßkirsche oder Beerensträucher wie Johannisbeere, Himbeere oder Stachelbeere.

9. Auf Pestizide und Torf verzichten: 

Unbedingt sollten Sie im Garten auf Pestizide und torfhaltige Blumenerde verzichten! Pestizide töten Wildbienen und viele andere Insekten und beim Torfabbau werden ökologisch wertvolle Lebensräume zerstört.

Quelle: BUND

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 09.05.2019 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *