Wie weit darf Satire gehen?

Der „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel hat Ärger mit Twitter. Er darf sein Trump-Kunstwerk nicht für Twitter-Ads, also Werbung benutzen – das Kunstwerk widerspräche den Richtlinien von Twitter.

Wie weit darf Satire gehen? (Foto: Thomas Baumgärtel)

 Bild: Thomas Baumgärtel,

Mit diesem Bananen-Trump wollte Thomas Baumgärtel für sich auf Twitter werben – das Bild auch Usern zugänglich machen, die ihm sonst nicht folgen. Doch der Nachrichtendienst sagte kurzerhand: Nein. Als Anzeige verstoße das Bild gegen die Richtlinien. Hass, heikle Themen und Gewalt seien verboten.

Doch Thomas Baumgärtel sieht sich seiner Meinungsfreiheit beraubt, befürchtet sogar Zensur.

Wir fragen heute nach bei Twitter – bekommen aber keine Antwort. Fragen stattdessen Professor Rolf Schartmann von der Fachhochschule Köln. Er sagt: Alles richtig gemacht, Twitter. Denn als normaler Tweet ist der Beitrag ja weiterhin verfügbar. Nur als Werbung eben nicht. Und ein Trump mit Banane im Mund gefällt eben Twitter nicht als Werbung.

Doch Thomas Baumgärtel will nicht locker lassen – hat Twitter bereits kontaktiert, um vielleicht doch noch mit seinem Bananen-Trump Werbung machen zu dürfen.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 24.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Thomas Baumgärtel,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *