Weltklimakonferenz Bonn: Was Sie wissen müssen

Vom 6. bis zum 17. November findet in Bonn die Weltklimakonferenz statt. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Weltklimakonferenz finden Sie hier.

Weltklimakonferenz Bonn: Was Sie wissen müssen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Wer oder was ist die „COP 23“?

Genau genommen handelt es sich bei dem Klimagipfel um drei Konferenzen unter einem Dach, aber mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Zum einen kommen Vertreterinnen und Vertreter aller Staaten zusammen, welche die UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC) unterzeichnet und ratifiziert haben. Diese internationale Vertragsstaatenkonferenz (englisch: Conference of the Parties, COP), versammelt sich in Bonn zum 23. Mal und trägt daher die Abkürzung „COP 23“.

Seit 2005 ist die COP um das Treffen der Unterzeichner und Ratifizierer des Kyoto-Protokolls (Conference of the Parties serving as the meeting of the Parties to the Kyoto Protocol, CMP) erweitert und wird seit 2016 um das Treffen der Unterzeichner des Paris-Abkommens (Conference of the Parties serving as the Meeting of the Parties to the Paris Agreement, CMA) ergänzt. Vollständig trägt der Klimagipfel also die Bezeichnung COP23/CMP13/CMA1.2.

Die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz ist das höchste Gremium der UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet.

Wo und wann findet die COP 23 statt?

Die Weltklimakonferenz 2017 findet vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn statt. Die Präsidentschaft hat die Republik Fidschi inne, Deutschland fungiert als technischer Gastgeber. Bereits in der Woche davor werden jedoch zahlreiche Delegierte zu Vortreffen anreisen.

Welche Ziele verfolgt die COP 23?

Die Delegierten der Regierungen werden um die Details zur Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 verhandeln. Herauskommen soll dabei ein so genanntes „Regelbuch“, das beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Polen verabschiedet werden soll.

Parallel zu den offiziellen Verhandlungen findet wie in den letzten Jahren eine große und bunte Zusammenkunft von Klimaschützern aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen statt – Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Religionsgemeinschaften und Umweltverbände.

Kostet so eine COP nicht viel zu viel Geld?

Es ist richtig, dass die UN-Klimakonferenzen Geld kosten. Sieht man aber die Kosten im Zusammenhang mit den Erfolgen im Klimaschutz, die bisher erreicht wurden, sind sie absolut gerechtfertigt. Die tatsächlichen Kosten der COP 23 stehen noch nicht fest und lassen sich erst nach dem Weltklimagipfel beziffern.

Um welche Themen geht es bei der COP 23?

Als von den Folgen des Klimawandels besonders betroffener (in der Fachsprache „vulnerabler“) Inselstaat sind für Fidschi vor allem die Themen Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) und das Schaffen von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel (Resilienz) von Bedeutung. Fidschi hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt, auch die nicht-staatlichen Akteure intensiv zu beteiligen und einzubinden.

Was kann die COP 23 bewirken?

Die Entscheidungen, die auf dem Weltklimagipfel vor den Augen der Weltöffentlichkeit getroffen werden, entfalten große politische Wirkung. Dies hat beispielsweise die COP 21 in Paris eindrücklich gezeigt. Erstmals konnten sich die Vertragsstaaten auf ein Klimaschutzabkommen einigen, das alle Länder in die Pflicht nimmt. Mit dem Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zu dem Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Das Abkommen von Paris legt auch fest, dass die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden muss.

Welche Auswirkungen hat die Konferenz auf die Menschen vor Ort?

Bund, Land und Stadt sind mit den Sicherheitskräften im engen Austausch, um ein Sicherheitskonzept für die Konferenz im November zu erstellen. Dabei wird gewährleistet, dass beispielsweise die St. Martinsumzüge in Bonn ohne Einschränkungen stattfinden können. Sicherheitsbedingte Einschränkungen werden auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt und von möglichst kurzer Dauer sein.

Wirkt sich die Konferenz auf den Straßenverkehr aus?

Verkehrsbehinderungen wird es sicherlich geben und sollen durch Verkehrsplanung minimiert werden. Darüber hinaus kann es Halteverbotszonen geben, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Sie können sowohl den Individual- als auch den Busverkehr beeinträchtigen. Während der Bauarbeiten werden der Parkplatz in der Charles-de-Gaulle-Straße am Rheinufer vollständig sowie der große Rheinaue-Parkplatz in der Ludwig-Erhard-Allee überwiegend für die Veranstaltung gesperrt. Der Minigolfplatz bleibt für die Besucherinnen und Besucher geöffnet, seine Parkplätze stehen ihnen in begrenztem Umfang weiter zur Verfügung. Frei zugänglich sind und bleiben die Tiefgaragen der Deutschen Welle und der Deutschen Post DHL Group für deren Angestellte. Die Zufahrt zur Charles-de-Gaulle-Straße wird hinter der Tiefgarage kontrolliert, um sicherzustellen, dass nur noch Anlieger und Baufahrzeuge durchfahren können.

Sicherheitsbedingte Einschränkungen werden auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt und von möglichst kurzer Dauer sein. Nach derzeitigem Planungsstand sind keine Straßen- oder Brückensperrungen geplant.

Gibt es Änderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr während der Konferenz?

Die Deutsche Bahn hat zugesagt, den neuen DB-Haltepunkt „UN-Campus“ rechtzeitig zu eröffnen und während des Konferenzzeitraums mehrmals pro Stunde mit Regionalzügen zu bedienen, sodass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von dort mit Linien- und Sonderbussen oder zu Fuß schneller zum Konferenzzentrum gelangen. Auch werden Sonderbusse von und zum Flughafen Köln/Bonn verkehren. Darüber hinaus wird ein Shuttleverkehr zwischen dem Platz der Vereinten Nationen (UN-Campus) und dem Herbert-Wehner-Platz in der Rheinaue eingerichtet. An wichtigen Verkehrspunkten wird außerdem Info-Personal zur Reisendenlenkung eingesetzt.

Das BMUB steht mit den Stadtwerken Bonn (SWB), den Verkehrsverbünden und der Deutschen Bahn (DB) in enger Abstimmung bzgl. Verkehrsplanung und Verstärkung.

Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember soll der Haltepunkt „UN-Campus“ regulär von Regionalverkehr bedient werden.

Welche positiven Effekte erwarten Bonn und Nordrhein-Westfalen durch die Konferenz?

Die COP 23 ist eine hervorragende Gelegenheit, Deutschland, Nordrhein-Westfalen und den UN-Standort Bonn als hervorragende Gastgeber zu präsentieren. Dies wird Bonn als UN-Standort weiter stärken. Zudem werden die Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Bonn und Umgebung das internationale Interesse am Reiseland Nordrhein-Westfalen fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: www.cop23.de)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

    Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

    *