Schon heute der Altersarmut vorbeugen

Handeln Sie schon jetzt und geben Sie Altersarmut keine Chance! Mit diesen 11 hilfreichen Tipps erfahren Sie, wie man richtig sparen kann und somit drohender Altersarmut schon heute vorbeugen kann.

Schon heute der Altersarmut vorbeugen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

1. Richtige Laufzeiten wählen

Achten Sie darauf, dass die Laufzeit Ihres Sparvertrags richtig bemessen ist. Legen Sie Ihr Geld so an, dass Sie immer darüber verfügen können, wenn Sie es brauchen – wenn Sie beispielsweise heiraten, Nachwuchs bekommen, eine Immobilie kaufen wollen oder sich selbstständig machen möchten. Das gilt auch, wenn Sie langfristig etwas für die Altersvorsorge zurücklegen wollen: Sparen Sie in Etappen, indem Sie fällige Auszahlungen erneut anlegen. Verzichten Sie auf Anlageformen, bei denen Ihr Geld über Jahrzehnte fest gebunden ist.

2. Kosten im Blick behalten

Für die Verwaltung Ihres Geldes verlangen die Geldinstitute oft ein Entgelt (z. B. Kontoführung, Depotkosten, Ausgabeaufschlag, Verwaltungskosten, Provisionen). Das kann Ihre Rendite schmälern. Achten Sie bei Ihrer Entscheidung also sehr genau auf die Kosten und suchen Sie sich den preiswertesten Anbieter heraus. Achtung, manche Kosten werden nicht offen gelegt.

3. Klassische Sparformen bevorzugen

Beim Sparen mit Tages- oder Festgeld, Sparbuch, Sparbrief oder Banksparplänen machen Sie keine Fehler – hier ist Ihr Geld sicher. Bei vielen Banken und Sparkassen vor Ort gibt es kaum mehr als 0,1 Prozent Zinsen für Tages- und Festgeld. Wer sich aber über Vergleichsrechner im Internet informiert, kann gerade bei Direktbanken noch Zinsen über 0,5 Prozent erreichen. Und das bei gleich guter Einlagensicherung nach deutschem Recht.

4. Sparformen für Fortgeschrittene und Risikobewußte

Wenn Sie bereits eine größere Summe sicher angelegt haben und das Risiko nicht scheuen, kommen auch Aktienfonds mit der Option auf eine höhere Rendite als Sparform in Betracht. Empfehlenswert sind Indexfonds (auch ETF genannt, englisch: Exchange-Traded-Funds) – hier sparen Sie eine Menge Kosten. Der Kauf von Indexfonds geht am günstigsten über eine Direktbank. Von Banken und Sparkassen und von Finanzvertrieben werden ETFs nicht aktiv angeboten, weil hier keine auskömmliche Provision für die Vermittler anfällt.

5. Sparen mit gutem Gewissen

Immer mehr Menschen wollen wissen, was mit ihrem Geld geschieht. Sie auch? Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, wie Ihr Geld angelegt wird. Fällt die Antwort unbefriedigend aus, nutzen Sie die zahlreichen Sparanlagen der ethisch ausgerichteten Geldinstitute, die einen Teil der Rendite für einen guten Zweck spenden oder Geld nach klaren ökologischen oder sozialen Richtlinien anlegen. Vom Sparkonto bis zum Investmentfonds ist hier Vieles möglich.

6. Geld für die Immobilie sicher anlegen

Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten, sind die klassischen, weil sicheren Sparformen (Tages- oder Festgeld, Sparbrief etc.) am besten geeignet, um das notwendige Eigengeld zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs (= Zeitpunkt der Kreditaufnahme) verfügbar zu haben. Achten Sie unbedingt auf den richtigen Anlagezeitraum!

7. Bausparen bringt meist nichts

Bausparverträge sind in der Regel keine guten Sparverträge. Der Zinsertrag ist mager und liegt aktuell höchstens bei 1,5 Prozent. Es gibt also weitaus bessere Möglichkeiten, Ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Lediglich bei alten Tarifen können Sie sich noch über eine Verzinsung von bis zu 4 Prozent freuen. Doch diese so genannten Renditebausparverträge werden heute nicht mehr angeboten. Und die Bausparkassen versuchen, ihre (alten) Verträge durch Kündigungen los zu werden.

8. Riestern lohnt nicht immer

Die Riester-Rente kann sinnvoll sein – vorausgesetzt Sie profitieren tatsächlich von der Zulagen- und Steuerförderung und schließen den richtigen Vertrag ab. Mit einem Riester-Banksparplan für Sicherheitsliebende, einer kostengünstigen Riester-Rentenversicherung oder einem Riester-Fondssparplan für risikofreudigere Anleger lassen sich Rücklagen zur Altersvorsorge bilden. Achten Sie darauf, dass Sie mindestens 4 Prozent Ihres Einkommens einzahlen, dann schöpfen Sie die volle staatliche Förderung aus.

9. Finger weg von Versicherungen

Eine sichere Geldanlage wie Festgeld oder Sparbrief ist grundsätzlich viel besser für die Altersvorsorge geeignet als Kapitallebens- und private Rentenversicherungen. Die beiden letzteren haben viel zu lange Laufzeiten, das Abbruchrisiko ist hoch und die Rendite mager. Ein hoher Anteil Ihres sauer Ersparten geht außerdem für (versteckte) Verwaltungskosten drauf. Indexfonds sind eine grundsolide Geldanlage und auch zur Altersvorsorge für Risikobewußte gut geeignet.

10. Vorsicht vor Traumrenditen

Glauben Sie niemandem, der Ihnen hohe Renditen oder Steuervorteile ins Blaue hinein verspricht. Hohe Renditen gibt es nur im Doppelpack mit einem hohen Verlustrisiko. Und viele Anlageberater locken ihre Opfer mit angeblichen Steuervorteilen ins finanzielle Verderben.

11. Kein Sparen auf Kredit

Prüfen Sie, ob Sie wirklich Geld fürs Sparen übrig haben. Wenn Sie mit Ihrem „Dispo“ regelmäßig im Minus sind, ist das nicht der Fall. Da Kreditzinsen grundsätzlich höher sind als Sparzinsen, sollten Sie zunächst alles daran setzen, zuverlässig im Plus zu bleiben.

(Quelle: Verbraucherzentrale. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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