Kohle-Verbot für Shisha-Bars

Kaum etwas ist in den letzten Jahren so aus dem Boden geschossen wie Shisha-Bars. Gemeinsam Wasserpfeife rauchen ist gerade bei jungen Leuten derart beliebt, dass es in jeder Stadt gleich etliche Treffpunkte gibt. Doch in Mülheim an der Ruhr könnte der Spaß bald ein Ende haben. Das Ordnungsamt hat verschiedene Shisha-Bars kontrolliert. Dabei ist man auf eine große Gefahr gestoßen, die von den Pfeifen aus geht – die Kohle stößt zu viel CO-Gas aus. Das kann unter Umständen lebensgefährlich sein. Deshalb will Mülheim jetzt die Kohle in den Bars verbieten.

Kohle-Verbot für Shisha-Bars (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Beim Rauchen einer Shisha mit Kohle entsteht giftiges Kohlenmonoxid. Einer Gefahr, die viele nicht bedenken. Das ist der sogenannte schleichende Tod, denn Kohlenmonoxid ist farblos und geruchlos. Das heißt: Man bekommt gar nicht mit, wenn man sich also selbst vergiftet.

Die Stadt Mülheim hat jetzt Shisha-Bars kontrolliert und spricht von lebensgefährlichen Zuständen. In vier von sechs Bars wurden deutlich erhöhte Kohlenmonoxid-Werte gemessen – zum Teil neunmal höher als der Grenzwert. Gerade jetzt im Winter wird in den Räumen selten gelüftet.

Die Stadt Mühlheim will nun durchgreifen – eine der Shisha-Bars wurde sofort geschlossen. In zwei Fällen wurde Strafanzeige gestellt, erklärt Stadtsprecher Volker Wiebels. Die anderen kontrollierten Betriebe haben Auflagen bekommen: Sie dürfen kein offenes Feuer und keine Kohlen mehr benutzen.

Nihat Gümüs hat eine Shisha-Bar in Essen. Er kann den Wirbel um die Wasserpfeifen nicht verstehen. Man sollte nicht alle Lokale über einen Kamm scheren, ist seine Meinung. Jetzt macht sich Gümüs Sorgen, dass das Beispiel Mühlheim Schule macht und auch andere Städte nachziehen.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 24.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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