Kölner Armutsforscher als Bundespräsident

Eigentlich steht der neue Bundespräsident schon fest. Frank Walter Steinmeier wird als Kandidat für SPD und CDU/CSU die Mehrheit der Stimmen in der Bundesversammlung im Februar bekommen. Doch für einen Politikwissenschaftler, der auch aus NRW kommt, ist das noch lange kein Grund, nicht anzutreten.

Kölner Armutsforscher als Bundespräsident (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

„Die Alternative, die ich repräsentiere, ist eine sozialere Bundesrepublik mit mehr Solidarität, ohne die Ausgrenzung von Armen und Benachteiligten“ – Deutliche Worte von Christoph Butterwegge: 65 Jahre alt, Politikwissenschaftler, verheiratet, 2 Kinder, Fan von Borussia Dortmund und vielleicht bald unser neuer Bundespräsident? Das wird der Armutsforscher aus Köln wohl nicht schaffen, doch er will als Kandidat für die Partei „die Linke“ zumindest eines sein: Eine demokratische Alternative. Und das, aus gutem Grund, wie der Wissenschaftler findet:

„Mich stört sehr, und das schon seit vielen Jahrzehnten, dass die Armen in Deutschland verachtet und verächtlich gemacht werden. Ich glaube, es ist notwendig, dass wir einen Kurswechsel in unserem Land bekommen. Die Entwicklung der Gesellschaft muss wieder in Richtung von sozialem Ausgleich gehen.“

Geboren ist Butterwegge in Sendenhorst im Kreis Warendorf. Schon früh interessiert er sich für Politik. Der Linken ist der ehemalige Universitätsprofessor aber nie beigetreten. Seine Frau war bis 2012 für die Linken im Landtag. Er selbst war für einige Jahre SPD-Mitglied – bereits direkt nach seinem Abitur interessierte er sich für soziale Politik. Heute macht er lieber sein eigenes Ding, statt den alten Parteien zu folgen. Und hofft, dass er so auch seinen Gegenkandidaten zumindest ein bisschen aus der Reserve locken kann.

„Natürlich ist die Person von Frank Walter Steinmeier in der Außenpolitik sehr präsent. In der Sozial- und in der Innenpolitik liegen auch Probleme, die er als Person nicht repräsentiert, die er nicht anpackt.“

Christoph Butterwegge ist bereit anzupacken. Sein Ziel: Mehr als die 94 Stimmen der Linken zu bekommen – und Frank Walter Steinmeier somit so viele Stimmen zu klauen wie möglich.

Schlagwörter: Armutsforscher, Bundespräsident, Bundespräsidentschaft, Bundespräsidentschaftswahl, Christoph Butterwegge, Die Linke, Gegenkandidat, Politik, Sendenhorst

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 21.11.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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