Kampf gegen Atomkraftwerk

Seit heute gibt es in Aachen einen Knopf mit dem man symbolisch das Kraftwerk Tihange in Belgien vom Netz nehmen kann. Der Hintergrund ist aber alles andere als nur symbolisch.

Kampf gegen Atomkraftwerk (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

In Aachen kann man seit heute den Reaktor im belgischen Tihange vom Netz nehmen – zumindest symbolisch. In der ganzen Region Aachen haben die Menschen Angst vor einem Supergau. Walter Schuhmacher wohnt nur ein paar hundert Meter von der Grenze entfernt. Dann beginnt schon Belgien, mit seinem Bröckel-Atomkraftwerk Tihange.

An dem Ausschalter in Aachen können die Menschen ihren Protest gegen das Atomkraftwerk zeigen. Doch dabei soll es nicht bleiben. In fast 100 Städten im Umkreis sollen diese Schalter aufgestellt werden. Mit den Klickzahlen will die Städteregion in Belgien Druck machen.

Das schlimmste Szenario: Tihange wird das nächste Tschernobyl. Das Atomkraftwerk in der Ukraine bekommt seit heute einen neuen Schutzmantel. Denn die Strahlung ist noch immer hoch – selbst nach 30 Jahren. Walter Schumacher kann sich an die Atom-Katastrophe von 1986 noch gut erinnern. Deswegen würde auch er das Kraftwerk, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, gerne einfach ausschalten…

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 29.11.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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