Islamist beim Verfassungsschutz

Er soll sechs Monate lang geheime Infos des Verfassungsschutzes weitergegeben haben. Nur durch Zufall wurde er entdeckt.

Islamist beim Verfassungsschutz (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Ungläubige, den Brüdern zu helfen, im Sinne Allahs… So soll sich laut Medien der 51-jährige in einem Chat geäußert haben. Und das als Mitarbeiter des Bundes-Verfassungsschutzes hier in Köln. Dumm für ihn, dass ein V-Mann vom Verfassungsschutz, also sein Kollege, auch sein Chat-Partner ist. Er meldet ihn.

Als Quereinsteiger soll er erst im April beim BfV angefangen haben. 2014 sei der Mann zum Islam konvertiert und habe sich radikalisieren lassen. Für seine Kollegen und seine Familie ein unscheinbarer Typ, heißt es.

Der vierfache Familienvater soll ursprünglich aus Spanien kommen aber schon länger die deutsche Staatsbürgerschaft haben. So wie es aussieht hat er bis jetzt ein Doppelleben geführt. Soll Kontakt zu dem Österreicher Mohammed Mahmoud gehabt haben. Ein Prediger in der salafistischen Millatu-Ibrahim-Moschee in Solingen. Die ist seit 2012, nach einer Razzia geschlossen und verboten. Als Spion der Islamistenszene soll der 51-jährige vertrauliche Infos und Daten weitergegeben haben, so berichten Medien.

Inzwischen sitzt der vermeintliche Spitzel in Untersuchungshaft – angeblich habe er gestanden.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 30.11.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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