Frühchen an Keimen gestorben

In Lippstadt starb ein Frühchen an einer Keiminfektion – zwei weitere Neugeborene sind infiziert. Immer wieder gibt es in deutschen Krankenhäusern Probleme mit Keimen, auch bei Erwachsenen.

Frühchen an Keimen gestorben (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Auf der Frühchenstation im Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt konnte auch ein Antibiotikum dem 19 Tage alten Frühchen nicht mehr helfen. Dabei ist der Darmkeim an dem es starb im Alltag über all bei uns zu finden ist. Wie der Keim überhaupt auf die Frühchenstation kommen konnte, weiß bis jetzt noch keiner. Denn das Krankenhaus hat vor zwei Jahren seine Hygienestandards komplett verbessert. Damals war ein Frühchen am Krankenhaus-Keim MRSA gestorben. Eltern dürfen ihre Kinder deshalb nur in Schutzkleidung besuchen, müssen ihre Hände desinfizieren. Das wird vom Personal genau überprüft.

Keime machen immer wieder in Krankenhäusern Probleme, auch bei Erwachsenen. Die meisten MRSA-Infektionen gab es im letzten Jahr in Duisburg, Essen, Düsseldorf und in Recklinghausen. Das Elisabeth Krankenhaus in Beckum ist Vorreiter was die Hygiene angeht, hat sogar schon einen Preis gewonnen. Seit einigen Jahren wird hier auch mit den Holländern zusammen gearbeitet, die schon sehr gut im Kampf gegen multiresistente Keime sind.

Auch wenn es nur um Kleinigkeiten geht, wie zum Beispiel den Weg der Mitarbeiter von der Umkleide zur Station. Denn so kann vielleicht verhindert werden, dass Keime verbreitet werden. Und vielleicht erst gar nicht auf eine Frühchenstation gelangen.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 11.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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