Falsche Abschiebe-Briefe

Unbekannte verschicken gefälschte Behörden-Briefe, die Menschen über ihre Abschiebung informieren. Damit soll auf die zu harte und „widerliche“ Abschiebepolitik in NRW hingewiesen werden.

Falsche Abschiebe-Briefe (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Der Abschiebe-Brief ist eine Fälschung. Das dahinter eine politische Aktion steckt, sieht man erst auf den zweiten Blick:
Der Brief soll auf angeblich unmenschliche Abschiebe-Methoden in NRW aufmerksam machen. Das Flüchtlinge hier plötzlich und ohne Vorankündigung in Nacht und Nebelaktionen abgeschoben werden sollen. Auch Pro Asyl wird im Brief erwähnt- Bernd Brack von Pro Asyl distanziert sich aber von dem Schreiben.

Aber wie steht es nun wirklich um die Abschiebungen in NRW? NRW hat bundesweit mit Abstand die meisten Menschen dazu bewegen können das Land freiwillig zu verlassen. Das waren in den ersten zehn Monaten des Jahre rund 18.000. Rund 4000 wurden unter Zwang abgeschoben. Und das passiert aus Sicht der Landesregierung keineswegs unter unmenschlichen Bedingungen. Wer abgeschoben wird, bekommt zwei Monate vor dem Termin einen Brief mit der Aufforderung das Land zu verlassen. Passiert das nicht, wird der abgelehnte Asylbewerber spontan und ohne Vorankündigung abgeholt. Laut Innenministerium passiert das nicht zu unmenschlichen Zeiten und die Menschen haben circa eine halbe Stunde um ihre Sachen zu packen. Für den NRW-Innenminister Jäger sind die jetzigen Abschiebe-Methoden damit nicht zu hart.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft fordert jetzt sogar noch eine konsequentere Abschiebepraxis.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 09.12.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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