Einfach Geld sparen

Die einfachsten Tipps, wie man sein Finanzmanagement besser in den Griff bekommt, finden Sie hier.

Einfach Geld sparen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Kassensturz mit Haushaltsbuch

Bei knappen Kassen heißt es zunächst, sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Ein Haushaltsbuch hilft, um vom Einkauf über die Zuzahlung zum Rezept bis hin zur fälligen Stromrechnung alle Ausgabenposten festzuhalten. Dabei zeigt sich dann schnell, an welchen Positionen es liegt, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. Aber auch mögliche Einsparpotenziale lassen sich da leicht erkennen: Zeitschriftenabos oder Buchclubmitgliedschaften können dann ebenso auf den Prüfstand gestellt werden wie hohe Ausgaben für Strom oder Versicherungen.

Zahlungsprioritäten setzen

Auch wenn die Finanzlage düster ist, sollten Miete und Energiekosten vor allem anderen bezahlt werden. Denn die Kündigung kann drohen, wenn man bei Mietzahlungen zweimal in Rückstand gerät. Und auch bei Strom und Gas wird der Versorgungshahn abgedreht, wenn bei Abschlägen oder der Schlussrechnung ein Minus von mehr als 100 Euro aufläuft und dies auch auf eine Mahnung hin nicht ausgeglichen wird.

Abbuchungen kontrollieren

Kontoauszüge und Telefonrechnungen unbedingt regelmäßig überprüfen! Nicht selten ziehen dubiose Gewinnspielfirmen Beträge für vermeintlich am Telefon oder übers Internet abgeschlossene Aboverträge ungefragt ein. Bei unberechtigten Abbuchungen gilt es, schnell zu reagieren und sich Hilfe in einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale zu suchen.

Gesundheitskosten deckeln

Alle Belege über Zuzahlungen zu medizinischen Leistungen (Zuzahlungen zu Rezepten über verschreibungspflichtige Medikamente oder für den Krankenhausaufenthalt) aufheben! Denn wird die Belastungsgrenze in Höhe von zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen (abzüglich von Freibeträgen für mit im Haushalt lebende Ehegatten) überschritten, kann mit diesen „Quittungen“ bei der Krankenkasse für jedes Kalenderjahr neu ein Antrag auf Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen gestellt werden. Mit der entsprechenden Bescheinigung der Krankenkasse muss dann für den Rest des Jahres bei medizinischen Leistungen nichts mehr zugezahlt werden. Für chronisch Kranke hat der Gesetzgeber die Belastungsgrenze für Zuzahlungen auf ein Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens festgelegt.

Sparen bei Pillen und Salben

Nachahmerpräparate (so genannte Generika) sind in der Regel erheblich günstiger als die bekannten rezeptpflichtigen Originalarzneimittel. Viele Versandapotheken weisen direkt auf preiswerte Generika hin. Es empfiehlt sich auch, den Apotheker vor Ort nach diesen Nachahmerpräparaten zu fragen, sofern er nicht selbst darauf aufmerksam macht. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Kopfschmerz- und Grippemittel oder Cremes gegen Gelenkbeschwerden, die ohne ärztliche Verordnung nur in Apotheken erhältlich sind, werden bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, sondern der Patient muss sie komplett aus eigener Tasche bezahlen. Für diese Präparate gibt es keine festen Preise, sodass sich ein Preisvergleich bei stationären sowie Internetapotheken lohnt.

Energiekosten runterregeln

Viele Haushalte beziehen Strom immer noch im teuren Standardtarif (Grundversorgung) ihres Versorgers. Schon durch einen einfachen und problemlosen Wechsel in einen günstigeren Tarif des jeweiligen Stadtwerks können bei der Stromrechnung zum Beispiel pro Jahr bis zu 150 Euro und mehr gespart werden.

Übrigens: An der Kostenschraube in Sachen Strom kann auch mit wenigen Handgriffen gedreht werden. Locker 80 Euro im Jahr sind an Ersparnis drin, wenn bei heimlichen Stromfressern der Stecker gezogen wird. So fressen Fernsehgeräte und -Receiver im Stand-by-Betrieb ebenso unnötig Energie wie Ladegeräte von Handys, die unter Strom stehen, selbst wenn das Telefon aufgeladen ist. Auch beim Waschen, Trocknen, Kochen, Kühlen und Gefrieren kann Energiedieben durch einfache Kniffe das Handwerk gelegt werden.

Kontoführungskosten knacken

Beim Ausgaben-Check sollten auch die Kontoführungsgebühren in den Blick genommen werden. Eine Reihe von Banken bietet kostenlose Gehalts- und Rentenkonten ohne weitere Bedingungen wie zum Beispiel einen Mindestgeldeingang. Neben dem monatlichen Grundpreis sollte zudem geprüft werden, ob genügend Geldautomaten in der Nähe sind. Denn das Abheben an fremden Automaten kann mit Beträgen bis zu 7,50 Euro sonst ganz schön ins Geld gehen und das Plus an Ersparnis bei der Kontoführung schnell wieder schmelzen lassen. Und nicht nur die Grundgebühr, sondern auch die Entgelte für einzelne Leistungen wie Überweisungen usw. sollten verglichen werden.

Zum Preisfuchs werden

Auch beim Einkauf für den täglichen Bedarf lohnt sich der Preisvergleich. Und auf dem Einkaufszettel sollte stehen, dass man nicht blind auf den Hinweis „Sonderangebot“ vertraut. Denn was in dem einen Geschäft als Angebot gilt, ist bei einem anderen vielleicht als „Dauertiefpreis“ noch günstiger zu haben.

Auch sollte man nach den „Bückwaren“ schauen, die in den unteren Regalen oft preiswerter angeboten werden. Zudem sind Lebensmittel am Rande des Mindesthaltbarkeitsdatums häufig zu reduzierten Preisen im Angebot. Bei Frischwaren wie Gemüse, Obst oder Backwaren lassen Händler gegen Geschäftsschluss über einen Preisnachlass mit sich reden. Einen soliden Haushaltskurs steuert, wer die Mahlzeiten für eine Woche im Voraus plant und sich dann einen Einkaufszettel anfertigt. Damit vermeidet man nicht nur, dass überflüssiger Vorrat an teuren Lebensmitteln weggeworfen werden muss, sondern kann auch kreative und Kosten sparende „Resteverwertung“ einplanen.

(Quelle: www.verbraucherzentrale.de)

Weitere Hilfestellung, finden Sie hier.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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