Eier aus dem Supermarkt: Jetzt erkennen woher sie kommen

Herkunft, Haltung und Frische der Eier ist Ihnen wichtig? Wir zeigen Ihnen wie Sie mit einem Blick erkennen, woher die Eier aus Ihrem Supermarkt stammen und unter welchen Bedingungen die Hennen gehalten werden.

Eier aus dem Supermarkt: Jetzt erkennen woher sie kommen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

In Deutschland ist eine Eierkennzeichnung mit Hinweisen zur Herkunft, Haltung und Frische der Eier vorgeschrieben. Mit dem sogenannten „Erzeugercode“ ist es möglich auf einem Blick zu erkennen woher die Eier kommen.

  • Erzeugercode auf dem Ei: Ein gestempelter Zifferncode (zum Beispiel 0-DE-0500081) auf der Schale verrät, woher die Ware kommt. Sehen Sie hier die Bedeutung der einzelnen Code-Elemente:
Die erste Ziffer steht für die Haltungsform:
0=Ökologische Erzeugung Legehennen dürfen nicht in Käfigen gehalten werden. Der Stall hat Sitzstangen und ist zu mindestens ein Drittel eingestreut. Im Stall dürfen höchstens 6 Tiere pro Quadratmeter scharren. Zusätzlich stehen jeder Henne mindestens 4 Quadratmeter Auslauf zur Verfügung.
1=Freilandhaltung Die Hennen haben zusätzlich zum Stall mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu tagsüber Auslauf im Freien. Jedem Tier müssen mindestens 4 Quadratmeter zur Verfügung stehen.
2=Bodenhaltung Für 9 Tiere muss mindestens 1 Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung stehen. In Nestern können die Hennen ihre Eier ablegen. Mindestens ein Drittel des Stalls ist eingestreut, damit die Tiere am Boden scharren können.

3=Käfighaltung In Deutschland ist die Käfighaltung ab 01.01.2026 verboten. Bis dahin dürfen Hennen nur noch in der Kleingruppenhaltung gehalten werden. Die Käfige müssen eine Grundfläche von 0,080 m² pro Tier, einen Einstreubereich, ein Gruppennest und eine Käfighöhe von mindestens 50 cm aufweisen. Nach EU-Recht dürfen Legehennen in sogenannten ausgestalteten Käfigen gehalten werden mit mindestens 0,075 m² Käfigfläche pro Henne, einem Legenest, Einstreu, und Sitzstangen. Dies ist in Deutschland nur noch bis 01.01.2021 erlaubt. In allen anderen EU-Ländern ist diese Haltungsform auch weiterhin gestattet.

Die Buchstaben stehen für das Herkunftsland, z.B.:
AT=Österreich
BE=Belgien
CZ=Tschech. Rep.
DE=Deutschland
DK=Dänemark
NL=Niederlande

PL=Polen

Die ersten beiden Zahlen nach den Buchstaben stehen für die Kennung des Bundeslandes:

01=Schleswig-Holstein
02=Hamburg
03=Niedersachsen
04=Bremen
05=Nordrhein-Westfalen
06=Hessen
07=Rheinland-Pfalz
08=Baden-Württembweg
09=Bayern
10=Saarland
11=Berlin
12=Brandenburg
13=Mecklenburg-Vorpommern
14=Sachsen
15=Sachsen-Anhalt
16=Thüringen
Die nächsten vier Zahlen stehen für die Betriebsnummer:
Betriebsnummer – dient zusammen mit der Stallnummer dazu, die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können.

Die letzte Zahl steht für die Stallnummer:

Stallnummer – dient zusammen mit der Betriebsnummer dazu, die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können.

Weitere wichtige Informationen:

  • Angaben auf der Verpackung: Auf der Verpackung muss neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum zusätzlich die Haltungsform in Worten angegeben sein, damit Kunden erkennen können, ob die Eier aus Bio-, Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammen. Eine weitere Buchstaben- und Zahlenreihe auf dem Eierkarton sorgt hingegen oft für Irritation. Dieser Code bezeichnet die genaue Stelle, an der die Ware abgepackt wurde – aber nicht, wo die Eier gelegt wurden. Erzeugungs- und Verpackungsort müssen also nicht identisch sein. So kann es vorkommen, dass Eier in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern.
  • Kennzeichnung loser Ware: Auch unverpackte, sortierte Eier müssen auf der Schale ebenfalls mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Nur so ist ihre Herkunft klar erkennbar. Das gilt auch für die Ware auf dem Wochenmarkt.
  • Ausnahme von diesen Kennzeichnungsregeln: der Erzeuger-Direktverkauf auf dem Hof oder an der Haustür. Die Eier müssen dann ausschließlich von diesem Erzeuger stammen und unverpackt und unsortiert sein.

(Quelle: www.verbraucherzentrale.de)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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