Dortmunder unter den Opfern

Bei der Silvesterfeier in der Türkei wurden im Nachtklub Reina in Istanbul 39 Menschen getötet. Darunter zwei Männer aus Bayern. Auch drei Männer aus Dortmund erlebten den Terrorangriff mit. Der IS übernimmt die Verantwortung für diesen Anschlag. Der Täter bleibt weiter flüchtig.

Dortmunder unter den Opfern (Foto: Facebook)

 Bild: Facebook,

Sie wollten doch nur fröhlich Silvester feiern. Doch dann geraten drei türkischstämmigen Dortmunder mitten in den Kugelhagel. Ufuk wird gleich fünfmal getroffen, Onur erleidet einen Streifschuss und Emre bleibt unverletzt, weil sein angeschossener Freund auf ihn fällt. Volkan Baran ist ein Freund von Emres Familie, steht mit ihnen in Kontakt.

Emres Freund Ufuk schwebt nach den fünf Schüssen auf ihn in Lebensgefahr. Erst heute Morgen postet Emre selbst auf seiner Facebook-Seite die erlösende Nachricht: „Unser Bruder Ufuk … ist wach geworden, ihm geht’s gut“.

Der Attentäter der ihnen, den 39 Toten und vielen weiteren Verletzen das angetan hat, ist immer noch auf der Flucht. Sieben Minuten soll er mit 180 Kugeln um sich geschossen haben. Acht Verdächtige wurden laut türkischer Medien festgenommen, darunter aber offenbar nicht der Angreifer. Die Terror-Organisation ISIS hat sich über das Netz zu dem Blutbad bekannt. Solange der Täter aber nicht identifiziert oder gefasst ist, ist das noch nicht bestätigt.

Die Disco Reina gilt als westlich, ist gerade bei Touristen sehr beliebt. Ein bewusstes Ziel von ISIS? Volkan Baran weiß, die drei Dortmunder, die für fünf Tage nach Istanbul gereist waren, fühlten sich dort eigentlich sicher. Familie und Freunde wollen für sie da sein, wenn sie nach Hause kommen. Denn die blutige Silvesternacht von Istanbul hat das Leben der drei Dortmunder für immer verändert.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 02.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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