Brand in Flüchtlingsheim

Fünf Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Ostwestfalen wurden mit dem Verdacht auf Brandstiftung festgenommen. Laut Polizei stünden sie in Verdacht an Matratzen gezündelt und so gestern Abend ein Feuer entfacht zu haben. 57 Menschen wurden dabei verletzt.

Selbst heute raucht es noch leicht in der Flüchtlingsunterkunft in Hövelhof bei Paderborn. Eine Ruine steht heute dort wo es gestern Nachmittag schwer gebrannt hat.  57 Verletzte insgesamt, darunter sogar Rettungskräfte. Drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft sind laut Polizei dringend tatverdächtig. Alles Algerier Anfang 20. Sie sollen das Feuer absichtlich gelegt haben, weil Sie über die Unterbringungssituation unzufrieden waren.

Eine Tat die rechtliche Konsequenzen haben wird, sagt Anwalt Jörg Tigges, Experte für Asylrecht. 

 Zuvor müssten Sie aber auch dann in Deutschland ins Gefängnis.

Der Fall erinnert sehr an den Brand in einer Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft vor gut einem halben Jahr. Auch dort sollen Bewohner absichtlich ein Feuer gelegt haben. Grund war hier wohl ein Streit um Essen.

Außerdem wird überlegt das Sicherheitspersonal weiter aufzustocken. Doch wie wir heute erfahren war in Hövelhof bereits mehr Sicherheitspersonal als vorgeschrieben, weil es in den vergangenen Tagen Konflikte zwischen den Flüchtlingen gab. Verhindert werden konnte der Brand deswegen aber auch nicht.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 06.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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