Alles rund um den Nikolaus

In wenigen Minuten zum Nikolausexperten werden! Von seiner Legende bis hin zu kuriosen Nikolaus-Fakten haben wir alles für Sie zusammengefasst.

Alles rund um den Nikolaus (Foto: Bistum Essen)

 Bild: Bistum Essen,

Wer hätte das gedacht?

  1. Nicht nur die Namen „Klaus“, „Niklas“ und „Nicole“ stammen vom Heiligen Nikolaus ab, sondern auch der dänische Name Niels.
  2. In Luxemburg haben die Kinder der Vor- und der Grundschule (bis zum zwölften Lebensjahr) am Nikolaustag (6. Dezember) schulfrei.
  3. Der Heilige Nikolaus ist u.a. Schutzpatron der Seefahrer und Kinder.
  4. In mittelalterlichen Klosterschulen durften die Kinder am Nikolaustag einen „Kinderbischof“ wählen, der den Erwachsenen predigte und sie tadeln durfte (oft bis nach Weihnachten).
  5. Der Heilige Nikolaus heißt in den Niederlanden „Sinterklaas“, in der Schweiz „Samichlaus“, in Luxemburg „Kleeschen“, in England „Father Christmas“ und in Frankreich „Pere Noel“.
  6. Übrigens: Seit 1931 macht die Getränkefirma Coca-Cola Werbung mit dem Weihnachtsmann, einer Mischung aus deutschem Nikolaus, holländischem Sinterklaas und englischem Father Christmas, mit dickem Bauch und Pelzhaube.

Die Legende vom Nikolaus

Über mich – den Heiligen Nikolaus – werden seit Hunderten von Jahren verschiedene Geschichten erzählt. Eine davon möchte ich dir heute erzählen:

Als ich damals in Myra wohnte – das ist eine Stadt in der heutigen Türkei – erzählten mir meine Freunde von einem Kaufmann. Der Mann war sehr traurig, weil seine Frau gestorben war. Er hatte sie sehr geliebt. Er war so traurig, dass er nicht mehr zur Arbeit ging und sein ganzes Geld verspielte. Solange bis er pleite war.

Der arme Mann hatte auch drei Töchter. Damals war es üblich, dass junge Frauen Geld mit in die Ehe brachten, wenn sie heirateten. Ohne eine solche Aussteuer war eine Hochzeit undenkbar. Der Kaufmann fragte sich, wie die drei Töchter wohl je heiraten könnten. Wie sie einen Mann finden würden, der für sie sorgen kann? In seiner Verzweiflung sah der Mann nur einen Ausweg: „Ich werde meine lieben Töchter für Geld anbieten müssen, damit wir etwas zum Leben haben.“

Als ich davon gehört habe, dass der Mann seine Töchter verkaufen wollte, habe ich mir gedacht: So geht das nicht! Ich muss etwas tun!
Glücklicherweise hatte ich damals gerade etwas Geld geerbt und beschloss, dem Mann die Aussteuer für die drei Töchter zu schenken.

Also habe ich mich eines Abends hingesetzt und das Geld gezählt, das ich geerbt hatte. Aber: Es reichte nicht! Es reichte nur für eine der drei Töchter.
Ich habe dann ganz schnell meine Freunde gebeten, etwas dazuzugeben. Und schon hatte ich genug Geld zusammen für alle drei Töchter.

Doch dann hatte ich schon das nächste Problem: Ich kannte ja den armen Kaufmann und wusste, dass er nie nie nie das Geld von mir annehmen würde. Dazu war er viel zu stolz. Ich musste ihn heimlich beschenken.
Ich brauchte also einen Plan…
Eines Nachts schlich ich mich zu dem Haus des Vaters mit seinen drei Töchtern. Ein Fenster stand offen und ich habe das kleine Säckchen mit den Goldtalern einfach durch das Fenster geworfen und bin dann wieder weggeschlichen. Das gleiche habe ich am nächsten Abend wieder gemacht und niemand hat mich bemerkt.

Doch am dritten Abend, als ich gerade das Säckchen mit dem Geld durchs Fenster geworfen hatte, erwischte mich der Kaufmann. Er stürmte aus dem Haus kniete sich unter Tränen vor mir nieder. Er sagte weinend: „Du bist also der große Wohltäter, der meinen Töchtern ein besseres Leben ermöglicht hat! Wie soll ich dir nur jemals dafür danken?“
Ich aber wollte nicht, dass der Mann vor meinen Füßen kniete. Ich half ihm aber auf und sagte: „Mir brauchst du nicht zu danken. Danke lieber ihm!“ Das sagte ich und zeigte dabei mit dem Finger in den Himmel.

Da erkannte der arme Kaufmann, dass er in seiner Not nie alleine war.
Ich blieb dann die ganze Nacht noch mit dem Kaufmann zusammen und wir haben uns sehr nett unterhalten. In meiner Heimatstadt Myra erzählte man sich danach, dass der Kaufmann ab dem nächsten Morgen wie verwandelt war und ein besseres Leben für sich und seine Töchter begann.
So war das damals mit dem Kaufmann und seinen drei Töchtern. Es gibt noch viel mehr Geschichten und Legenden über mich, aber wenn ich dir die alle erzählen würde, dann wäre ich morgen früh noch nicht fertig!

Nikolaus-Kekse selber backen

Nicht nur bei den Kleinen, sondern auch bei den Großen beliebt: Nikolaus-Kekse zur Adventszeit.

Zutaten:

  •  250 g Mehl
  • 175 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 60 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckche Vanillezucker

So geht’s:

  • Butter und Zucker schaumig rühren. Restliche Zutaten unterrühren. Rührteig in einen Gefrierbeutel füllen. Eine Spitze abschneiden und kleine Kleckse auf das Backblech spritzen. Bei 175°C ca. 10 Minuten backen.

(Quelle: Bistum Essen)

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 05.12.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Bistum Essen,

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