Mehr Geld für Alkohol und Kippen

Sozialverband fordert Erhöhung für Hartz IV-Empfänger

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert für Hartz IV-Empfänger 17 Euro mehr für Alkohol und Zigaretten und 24 Euro mehr für Gaststättenbesuche.

 Gibt´s nicht? Doch! Mehr dazu um 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.

 Bild: SAT.1 NRW,

Die Bezüge für Hartz IV-Empfänger steigen zum nächsten Jahr. Fünf Euro mehr für Alleinstehende, vier Euro mehr für Menschen in einer Partnerschaft. Das reicht dem Paritätischen Wohlfahrtsverband nicht. In einer eigenen Berechnung der Bedürfnisse von Hartz IV-Empfängern fordert der Sozialverband mehr Geld für Alkohol, Zigaretten und Kneipenbesuche. Damit sollen die Leistungsbezieher besser an der Gesellschaft teilhaben. Der Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, hält die Regelsatzberechnungen der Bundesregierung für ein

„Gemisch aus statistischer Willkür und finanzieller Nickeligkeit. Wer hingeht und sogar Cent-Beträge für die chemische Reinigung, Grabschmuck oder Hamsterfutter streicht, hat sich vom Alltag der Menschen ganz offensichtlich längst verabschiedet.“

Konkret soll um 17 Euro für Zigaretten und Alkohol und um 24 Euro für Kneipenbesuchen erhöht werden. Diese Ausgaben habe die Bundesregierung nicht in ihrer Rechnung berücksichtigt – und somit laut dem Sozialverband auch nicht die sozialen Bedürfnisse der Menschen. In der Rechnung heißt es:

„Es sind Annahmen wie diese, die dazu beitragen, dass sich Leistungsberechtigte aus ihren sozialen Zusammenhängen zurückziehen und aus Mangel und Scham darauf verzichten, soziale Kontakte zu pflegen.“

Auch für die Freizeitgestaltung sollte das Geld deutlich erhöht werden. Insgesamt will der Paritätische Wohlfahrtsverband eine Erhöhung auf 520 Euro – über 100 Euro mehr.

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