Tod bei Madel-OP

Ehemann starb nach Komplikationen

Die Mandeloperation von Michael Mieleszko sollte eine Routineeingriff sein. Jetzt ist der lebenslustige Dortmunder tot. Es gab Komplikationen. Seine Familie glaubt aber nicht an Schicksal, sondern an folgenschwere Fehler der Ärzte.

Tod bei Madel-OP (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

„Dankeschön, dass du mir meine Sachen gebracht hast und schlaf schön.“ Das war die letzte Nachricht die Barbara Mieleszko von ihrem Mann bekam. Ein paar Stunden nach diesen Whats App Nachrichten an seine Frau liegt Michael Mieleszko im Koma, 12 Tage später ist er tot.

Nach einer Mandel-Op bekommt der 48-Jährige Familienvater aus Dortmund Nachblutungen, wird wieder stationär aufgenommen. Eine Situation, die nach einer Operation nicht unüblich ist. Doch die Blutungen kommen wieder. Bei einer weiteren Operation kommt es auch zu Komplikationen beim Beatmen. Als Barbara Mieleszko und ihre beiden Töchter nachts ins Krankenhaus gerufen werden ist ihr Familienglück plötzlich zerstört.

Es soll nicht mit rechten Dingen zugegangen sein

Noch während ihr Mann im Koma lag, soll jemand vom Personal Barbara Mieleszko dazu geraten haben, sich einen Anwalt zu nehmen. „Es sei etwas nicht mit rechten Dingen zu gegangen“, so angeblich der Informant. Mittlerweile sind mehrere Gutachten erstellt worden, die sich widersprechen. Vor allem wie Michael beatmet wurde, wirft Fragen auf. Er soll einen Blutpropfen im Rachenraum gehabt haben. Warum versuchte man trotzdem ihm einen Beatmungsschlauch einzuführen? Wieso machte man erst nach mehreren Versuchen einen Luftröhrenschnitt?  Hätte verhindert werden können, das Michaels Gehirn zeitweise keinen Sauerstoff bekommen hat?

Die Familie will klagen

Die Familie hat sich einen Anwalt genommen, Christian Koch. Der sagt uns:

„Die Ärzte der Klinik behaupten, es hätte maximal ein Herzstillstand von zwei bis drei Minuten stattgefunden, der von uns eingeschaltete Gutachter kommt allerdings zu dem klaren und eindeutigen Ergebnis, wäre das so gewesen, wäre Herr Mieleszko nicht ins Koma gefallen und nicht gestorben“.

Barbara Mieleszko will kämpfen. Sie verlangt 50.000 Euro Schmerzensgeld und hofft, irgendwann endlich den Tod des Mannes zu verstehen, mit dem sie über 25 Jahre eine glückliche Ehe geführt hat.

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Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 14.06.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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