Roma-Haus geräumt

Immer wieder muss die Stadt Duisburg große Häuser räumen lassen, weil die Wohnungen völlig heruntergekommen sind. Die Bewohner sind häufig Sinti und Roma, die mit vielen Leuten in den Wohnungen leben.

Roma-Haus geräumt (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

80 Leute haben in diesen Problemhaus in Duisburg Marxloh gewohnt – überwiegend Sinti und Roma. Vor wenigen Tagen wurde das Haus geräumt. Die Zustände waren unhaltbar. Brigitte Fischer wohnt direkt gegenüber. Als sie uns vom Leben hier erzählt, bekommt sie zu spüren, wie gefährlich es sein kann, hier zu wohnen: Beim Interview werden wir unsanft unterbrochen.

Die „Task Force Wohnungen“ kümmert sich um Duisburg Marxloh, macht unbewohnbare Häuser dicht und kämpft gegen Mietwucher und unerlaubte Nutzung. Wie das Haus in der Hagedornstraße – Das musste sofort geräumt werden, weil die Bewohner die Sicherung mit einer Gabel manipuliert hatten.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat die „Task Force Wohnungen“ 2014 ins Leben gerufen um den Stadtteil Marxloh aufzuräumen. Doch das ist nicht so einfach, denn die Bewohner wehren sich vor den Räumungen.

Den Bewohnern des Hauses in der Hagedornstrasse wurden Notunterkünfte zur Verfügung gestellt, doch die wollten sie nicht. Stattdessen sind sie bei anderen Roma-Familien in der Nachbarschaft unterkommen.

Duisburg kämpft gegen solche Problemhäuser, von denen es immer mehr gibt. Ein Kampf gegen Windmühlen. Zur Ruhe kommt die Stadt noch lange nicht.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 18.10.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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