„Lies“ verbieten?

Der Ruf nach einem Verbot der umstrittenen Koranverteilaktionen LIES wird in Nordrhein-Westfalen immer lauter. Alle großen Städte im Land, vor allem im Ruhrgebiet und Köln-Aachener Raum, prüfen die Möglichkeit, einzelne so genannte Lies-Aktionen zu verhindern. Auch das Innenministerium ist die Pläne einbezogen. Das bestätigte NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier heute. Es sei offenkundig, dass hinter den Lies-Aktionen ein Netzwerk von radikalen Islamisten stecke, sagte er weiter. Weil bei uns im Land die Religionsfreiheit gilt, ist ein generelles Verbot der Aktionen nicht machbar. Konkret verbieten lassen sich die Koran-Verteilungen nur, wenn man den Verteilern auch Straftaten nachweisen kann. In Aachen ist aus diesem Grund ein Lies Infostand untersagt worden. Andere Städte wollen jetzt diesem Beispiel folgen. Im vergangenen Jahr gab es 350 Verteilaktionen in NRW.

"Lies" verbieten? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 21.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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