Europäische Kommission verbietet Tiere …

... die bei uns heimische Arten aus ihren Lebensraum verdrängen

Waschbären, Nasenbären, Biberratte – sie alle werden schon bald nicht mehr in unseren Zoos zu sehen sein. Die Europäische Kommission verbietet ihre Haltung.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Europäische Kommission verbietet Tiere ... (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

So genannte „invasive gebietsfremde Arten“ können laut EU für die heimische Natur und heimische Tierarten zur Gefahr werden. Gemeint sind damit Tiere, die nicht ursprünglich hier her stammen, trotzdem aber bei uns leben und sich vermehren könnten. Einige der Tiere, die jetzt auf der Risiko-Liste stehen, welche die Europäische Kommission verfasst hat, haben sich bereits erfolgreich bei uns angesiedelt – zum Beispiel Waschbären. Am 3. August 2016 ist die neue Verordnung in Kraft getreten.

Das ist jetzt verboten

Durch die Verordnung ist nun die Einfuhr und auch die weitere Ausbreitung durch zum Beispiel Zucht verboten. Das Resultat: Auch in Zoos werden bald keine Waschbären und Co mehr zu sehen sein. Denn diese dürfen die jetzigen Tiere zwar noch bis zu ihrem Tod behalten – jedoch laut Verordnung keine neuen Tiere einführen oder züchten.

Die Europäische Kommission verfasst es der neuen Verordnung folgendermaßen:

„Einige dieser Arten sind namentlich bereits im Gebiet der Union etabliert bzw. in einigen Mitgliedstaaten sogar weit verbreitet, und es kann unter Umständen nicht möglich sein, diese Arten kostengünstig zu beseitigen. Es ist jedoch sinnvoll, diese Arten in die Unionsliste aufzunehmen, da andere kostengünstige Maßnahmen durchgeführt werden können, um die Einbringung neuer Exemplare oder die weitere Ausbreitung im Gebiet der Union zu verhindern, die Früherkennung und rasche Beseitigung von Arten zu fördern, die bislang noch nicht vorkommen oder noch nicht weit verbreitet sind, und sie gemäß den besonderen Gegebenheiten des betreffenden Mitgliedstaats zu bewirtschaften, einschließlich durch Fischerei, Jagd oder Fallenstellerei, oder jede andere Art der Entnahme zum Verzehr oder zur Ausfuhr, sofern diese Tätigkeiten im Rahmen eines nationalen Managementprogramms durchgeführt werden.“

Prävention

Auch Tiere, die sich bisher noch nicht bei uns angesiedelt haben sollen durch die Verordnung präventiv davon abgehalten werden. So stehen auch Arten auf der Liste, die lediglich das Potential hätten, sich hier heimisch zu machen

Schlagwörter: Duisburg, Einführung, Europa, Gefahr, Gelsenkirchen, Nasenbär, Natur, Tierart, Tiere, Tierhaltung, Tierzucht, Umwelt, Verbot, Verordnung, Waschbär, Zootier, Zootierhaltung

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 08.08.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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