Zahl der Rocker in NRW verdreifacht

Laut Innenministerium wächst die Rockerszene immer stärker

Die Landesregierung habe die Gewalt aus der Rockerszene kaum unter Kontrolle, so der CDU-Landtagsabgeordnete Theo Kruse. Die Polizei scheint machtlos.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Zahl der Rocker in NRW verdreifacht (Foto: SAT.1 NRW)

Zulauf in der Rockerszene - Rockergruppen in NRW wachsenBild: SAT.1 NRW,

Die Rockerbanden in NRW breiten sich immer mehr aus – nach den neuesten Zahlen, die aus einer Mitteilung des Innenministerium hervorgehen, haben sich in fünf Jahren die Mitgliederzahlen einschlägiger Gruppierungen wie der Hells Angels und der Bandidos verdreifacht, die von Gremium MC und Outlaws MC sogar vervierfacht. Mit fast 700 Mitgliedern bilden die Bandidos die größte Gruppe und sind hauptsächlich im Ruhrgebiet vertreten während die rivalisierenden Hells Angels 280 Mitglieder haben, die überwiegend im Kölner Raum und im Rheinland vetreten sind. Die Satudarahs, die lange in Duisburg ansässig waren und seit dem 24. Februar 2015 bundesweit verboten sind, spielen hingegen keine Rolle mehr in der Szene. Neu hinzu gekommen sind die Banden Freeway Raiders MC mit 127 Mitgliedern und die MC Brothers mit 30 festen Anhängern. Die Polizei fasst die Rockerbanden unter dem Begriff „Outlaw Motorcycle Gangs“ (OMCGs) zusammen, was so viel wie „geächtete Motorradgangs“ bedeutet. Unter den verfeindeten Clubs wurden seit 2010 rund 50 Schießereien und Anschläge mit mehreren Todesopfern und vielen Verletzten registriert. Der CDU-Landtagsabgeordneter Theo Kruse, der die Anfrage gestellt hat, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Landesregierung die Gewalt, die von der Szene ausgehe, nicht im Griff habe. Der Polizei fehlten langfristig ausgerichtete Konzepte zur Bekämpfung von Rocker-Kriminalität.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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