Wirbel um Terrorbedrohung in Jülich

Forschungszentrum war angeblich im Visier von Terroristen

Wie mehrere Zeitungen heute berichten, soll Paris-Attentäter Salah Abdeslam in seiner Wohnung Unterlagen über das Atomforschungszentrum gehabt haben.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Wirbel um Terrorbedrohung in Jülich (Foto: SAT.1 NRW)

Forschungszentrum in JülichBild: SAT.1 NRW,

Das sogenannte Redaktionsnetzwerk Deutschland will herausgefunden haben, dass der Verfassungsschutz einzelne Mitglieder des parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags über eine mögliche Terrorgefahr informiert hat. Der Drahtzieher der Attentate von Paris Salah Abdeslam soll in seiner Wohnung Artikel und Fotos gehabt haben, die unter anderem den Leiter der Atomforschungseinrichtung in Jülich, Wolfgang Marquardt zeigen. Diese Unterlagen sollen Ermittler bei der Durchsuchung der Wohnräume des Islamisten in Brüssel gefunden haben. Im Forschungszentrum lagern rund 280.000 radioaktive Atomkugeln aus dem ehemaligen Forschungsreaktor.

Ministerien: Keine Kenntnisse von Unterlagen

Den Recherchen des Netzwerks stehen andere Medienberichte entgegen. Die ARD berichtet heute, dass es keine Aufzeichnungen bei Salah Abdeslam gegeben hat und beruft sich unter anderem auf einen Terrorismusexperten. Zudem haben sich bereits Kanzleramt und Bundesinnenministerium zu dem Fall geäußert und bekannt gegeben, keine Kenntnisse von den Vorfällen zu haben.

Keine Aufregung in Jülich

Auf SAT.1 NRW Nachfrage äußert sich das Forschungszentrum heute und schreibt: Dem Forschungszentrum Jülich liegen keinerlei Hinweise auf eine etwaige Gefährdung vor. Wir stehen hierzu in Kontakt mit den zuständigen Sicherheitsbehörden und der Atomaufsicht.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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