Wirbel um AfD-Forderungen

Islamfeindlichkeit oder doch wahre Worte?

Die AfD hat ihren Entwurf zum ersten Parteiprogramm veröffentlicht und erntete Kritik anderer Parteien. Doch sind die Themen der neuen Partei nicht neu.

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Wirbel um AfD-Forderungen (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Brauchen wir eine neue Debatte über den Umgang mit dem Islam?

Die AfD erntet für ihr Parteiprogramm Kritik von Politik und Islamverbänden. Die Partei hat klare Vorstellungen vom Umgang mit dem Islam

„Eine Schande für Deutschland“ – So hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) die Grundsätze der AfD bezeichnet. Die Alternative für Deutschland hat verschiedene Punkte ihres ersten Grundsatzprogramms vorgestellt. Dabei geht die noch junge Partei mit dem Islam hart ins Gericht und bezeichnet ihn als politische Ideologie. Dagegen vorgehen will man unter anderem mit einem Burkaverbot oder auch mit einem Verbot von Minaretten und Muezzinrufen an Moscheen in Deutschland. Dafür hagelt es heftige Kritik, die die AfDler auch mit Hitler vergleicht. Doch blieben bei ähnlichen Forderungen anderer Parteien solche Äußerungen weitestgehend aus. Denn einzelne Forderungen der AfD finden sich in der Vergangenheit durchaus in Äußerungen großer Parteien wieder.

Burkaverbot? Da war doch was

Noch bevor man in Deutschland überhaupt über die AfD diskutierte, war das Verbot von Vollverschleierung bereits Thema. In den vergangenen Jahren auch vorangetrieben von großen Parteien. So sprach sich die CDU Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel aus Düsseldorf bereits im letzten Jahr für ein Burkaverbot aus: „Eine solche Verschleierung ist ein wandelndes Gefängnis. Es ist für mich ein Zeichen der Unterdrückung.“ Auch heute noch ist sie bei dieser Meinung.

Moscheen als Streitpunkt

Auch eine weitere Forderung der AfD, keine Minarette und Muezzinrufe an Moscheen zuzulassen ist ein bereits oft diskutiertes Thema in Deutschland. Neustes Futter brachte kürzlich eine Onlinepetition rund um einen geplanten Moschee-Neubau in Oberhausen. Auch wenige Kilometer weiter – in Gladbeck – gab es Diskussionen. Damals war man auch seitens der CDU wenig begeistert über einen täglichen Muezzinruf. Vielmehr wollte man diesen auf das Freitagsgebet beschränken.

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