Vor einem Jahr ging Münster unter

Das größte Unwetter der Stadt und seine Folgen

Am 28.07.14 sorgte eine Regenfront in Münster für Überschwemmungen in der gesamten Stadt. Ein Jahr danach sind noch längst nicht alle Schäden behoben.

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Vor einem Jahr ging Münster unter (Foto: Bludau / dpa)

Der Sturm im Sommer 2014 richtete erhebliche Schäden an.Bild: Bludau / dpa,

Nie zuvor hat es in Deutschland mehr geregnet als an diesem Julitag in Münster. 220 Liter pro Quadratmeter in nur 90 Minuten. Das ist 26 Mal mehr, als die Kanäle der Stadt überhaupt aufnehmen können. Die Folge – nahezu alle Straßen standen komplett unter Wasser. Am schlimmsten betroffen war das Bürgerzentrum Kinderhaus. Dort stand die Bücherei 1,5 Meter unter Wasser. Noch heute ist sie nicht wieder hergestellt. Zudem war eine Tiefgarage bis unter die Decke vollgelaufen, das Schwimmbad voller Schlamm und Dreck und der Kindergarten ohne Boot überhaupt nicht mehr zu erreichen. In der ganzen Stadt galt der Notstand. Insgesamt musste man nach dem Tag 10.000 Tonnen Hausrat entsorgen. Normalerweise fallen in Münster 5.000 Tonnen in einem Jahr an. Die Kosten der Regenflut belaufen sich allein für die Stadt auf über 20 Millionen Euro. Der wirtschaftliche Schaden ist um ein vielfaches höher. „Der 28. Juli 2014 ist in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingegangen“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe (DCU). „Die Regenflut hat ein existenzielles Gefühl für die Verletzlichkeit unseres Lebensraums geschaffen.“

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Bludau / dpa,

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