Videoüberwachung bleibt Ausnahme

Nur 5 Plätze in NRW sollen mit Kameras ausgestattet werden

Nach der Silvesternacht sollte an vielen Brennpunkten Videoüberwachung eingesetzt werden. Jetzt sollen es lediglich fünf Orte sein.

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Videoüberwachung bleibt Ausnahme (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Mit dem 15-Punkte-Plan sollten die Vorfälle in Köln in der Silvesternacht Vergangenheit sein: Darin wurde ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt. Unter anderem präsentierte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) die Videoüberwachung: „Wir werden die Videobeobachtung an Kriminalitätsschwerpunkten in Ballungsräumen verstärken, zum Beispiel auf den Kölner Ringen, um Straftäter abzuschrecken und Straftaten besser nachweisen zu können.“

Viele Polizeipräsidien reagierten in Folge und reichten Listen mit Orten beim Innenministerium ein, an denen es besonders häufig zu Straftaten kommt. Doch so einfach scheint die Umsetzung nicht zu sein, denn bloß fünf Orte sollen laut Medienberichten mit Kameras ausgestattet werden, darunter zum Beispiel der Rheinische Platz in Essen, welcher schon lange als Dealer-Treffpunkt bekannt ist. Die anderen Orte sind Duisburg-Marxloh, die Kölner Ringe sowie der Kölner Haupbahnhof und Aachen.

Anders sieht es hingegen in Bochum aus: Das Bermuda-Dreieck ist dort der Ort mit der höchsten Kriminalität, eine Videobeobachtung soll aber nicht stattfinden. Wo überwacht werden darf, ist gesetzlich geregelt. Demnach dürfen nur dort Kameras installiert werden, wo viele Straftaten stattfinden und die Überwachung nachweislich weitere verhindert und nicht etwa auf andere Orte verlagert. Außerdem muss eine Polizeiwache in der Nähe sein, damit auf die beobachteten Szenen auch schnell reagiert werden kann.

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