Vereine leiden unter Flüchtlingskrise

Duisburger Karnevalsverein fordert Ersatz von der Stadt

Die Duisburger Glückauf-Halle musste spontan zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Mehrere Vereine und Veranstaltungen stehen vor großen Fragezeichen.

 Ein Thema mit Diskussionspotential. Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW
Vereine leiden unter Flüchtlingskrise (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Müssen Kultur- und Sportvereine für die Flüchtlingskrise zurückstecken?

Ein Karnevalsverein aus Duisburg fordert Ersatz von der Stadt. Diese hat die Glückauf-Halle zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut.

Montagnachmittag war klar: Duisburg braucht ganz dringend 200 Plätze für Flüchtlinge. Deshalb hat man kurzerhand die Glückauf-Halle im Stadtteil Homberg umgebaut und etliche Feldbetten aufgestellt. Doch wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) schreibt, stellt das viele Vereine vor Probleme. So musste zum Beispiel der dort ansässige Kunstradverein seine über 70 Räder schon aus der Halle schaffen und bei Mitgliedern in der Garage unterbringen. Wo trainiert wird, ist offenbar noch unklar. Zudem stehen wohl einige Kulturveranstaltungen vor dem Aus. Im Zeitungsinterview fordert deshalb der Präsident der Homberger Narrenzunft, Manfred Becker, Ersatz von der Stadt: „Wir gehen davon aus, dass wir drei Sitzungen nicht in der Glückauf-Halle durchführen können. Wir haben einen gültigen Mietvertrag mit der Stadt und fordern deshalb eine Ersatzgestellung in Form eines Groß-Zeltes. Die Mehrkosten muss die Stadt tragen. Sollten unsere Veranstaltungen nicht stattfinden können, muss die Stadt alle entstandenen Kosten, zum Beispiel für die Verträge mit den Künstlern und den Caterern, die wir ja schon längst eingegangen sind, übernehmen. Das wird sich auf rund 20.000 Euro belaufen.“

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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