Verbot von Sterbehilfe-Organisationen

Bundestag stimmte mehrheitlich ab

Entscheidung: Der Bundestag hat über eine Neuregelung der Sterbehilfe in Deutschland entschieden. Demnach soll geschäftsmäßige Sterbehilfe künftig strafbar sein.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
Verbot von Sterbehilfe-Organisationen (Foto: SAT.1 NRW)

Bundestag beschließt Verbot von Sterbehilfe-Organisationen.Bild: SAT.1 NRW,

Hättet ihr euch ein generelles Sterbehilfe-Verbot gewünscht?

Bundestag beschließt Verbot von Sterbehilfe-Organisationen. Geschäftsmäßige Sterbehilfe soll in Deutschland künftig strafbar sein.

Über zwei Stunden haben die Bundestagsabgeordneten heute über eine Neuregelung zur Sterbehilfe debattiert. Die Mehrheit der Abgeordneten hat für ein Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe gestimmt. Ärzte, die ihre sterbenskranken Patienten unterstützen wollen und Hilfe zum Suizid leisten, sollen weiterhin straffrei bleiben. Auch Angehörige und nahestehende Personen wären vor einer Bestrafung geschützt, wenn sie Hilfe zum erwünschten Suizid leisten.

Vier verschiedene, fraktionsübergreifende Gesetzentwürfe zur Neuregelung der Sterbehilfe standen zur Wahl. 309 Abgeordnete, somit die Mehrheit, stimmten für das Verbot. Bereits im ersten Durchgang stimmten mehr Abgeordnete für den entsprechenden Antrag als für alle anderen Anträge zusammen. Der Entwurf von Kerstin Griese (SPD) und Michael Brand (CDU) stellt die geschäftsmäßige Hilfe bei der Selbsttötung unter Strafe. „Geschäftsmäßig“ meint hierbei das auf Wiederholung angelegte, organisierte und gewinnorientierte Handeln von Vereinen und Einzelpersonen. Bei Nichtbeachtung dieser Regelung drohen bis zu drei Jahren Gefängnis.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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