Tumulte bei RWE-Hauptversammlung

Zuschauer stürmen Bühne in Essener Grugahalle

Umweltaktivisten hielten zu Beginn der RWE-Hauptversammlung Transparente in die Luft und sprangen auf die Bühne. RWE-Chef Peter Terium konterte cool.

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Tumulte bei RWE-Hauptversammlung (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

„Mensch, Natur und Welt sind wichtiger als Geld“ schrien die 24 Aktivisten in die gut besuchte Essener Grugahalle hinein. Ein paar von ihnen konnten die Bühne stürmen und riefen „Eure Zeit ist abgelaufen“. Der RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium musste seine Rede kurz unterbrechen. Aus der Ruhe brachte ihn die Aktion nicht. Er konterte: „Ich glaube, dass Ihre Zeit jetzt abgelaufen ist“ . Auf viel Gegenwind hatte sich der Holländer sicher eingestellt. Wohl aber eher aus den Aktionärsreihen, die ihr Unverständnis gegenüber der Unternehmenspolitik zeigen. Aber es waren die Umweltaktivisten, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Schon bevor die Besucher in die Grugahalle gelassen wurden, mussten sie an etlichen Polizisten und an einer großen Protestaktion von Greenpeace vorbei. Ein große, aufblasbare Figur sollte auf den CO2 – Ausstoß aufmerksam machen. RWE ist einer der größten CO2 Verursacher im Land.

Krise als Hauptthema

Nach all den Turbulenzen durch die Aktivisten, konnte sich die RWE-Spitze dann endlich um die Turbulenzen in den eigenen Reihen kümmern. Peter Terium sprach vor den Aktionären klare Worte: „Wir haben nicht viel Zeit. Unsere finanzielle Situation ist angespannt.“ Die Vorstandsspitze fordert in Zuge dessen die Bundesregierung zum auf, endlich regulierend in den Strommarkt einzugreifen. Schließlich seien laut Terium die Preise mittlerweile soweit gefallen, dass aus seiner Sicht die konventionelle Stromerzeugung vor dem Kollaps steht. Der RWE-Chef fordert deshalb einen Kapazitätsmarkt in Deutschland um die Versorgungssicherheit im Land nicht zu gefährden.

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