Transplantationsskandal in Köln!

Uniklinik manipulierte Daten für Transplantationen

Nach Angaben der Klinik ging es darum, schwerkranke Patienten schneller mit einem Spenderorgan zu versorgen. Die verantwortlichen Ärzte hätten sich wohl nicht bereichert.

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Transplantationsskandal in Köln! (Foto: Jens Wolf / dpa)

Auch Köln und Jena sind vom Transplantationsskandal betroffen. Bild: Jens Wolf / dpa,

In den letzten Jahren wurde das Vertrauen in die Transplantationsmedizin durch mehrere Organspende-Skandale tief in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt kam heraus, dass es an zwei weiteren Universitätskliniken Unregelmäßigkeiten bei Herz- und Lungentransplantationen gegeben hat – und zwar in Köln und Jena. Die Kliniken bestätigten der „Süddeutschen Zeitung“ entsprechende Informationen aus dem Umfeld der für die Kontrolle der Transplantationszentren zuständigen Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK).

So sollen in Köln zwischen 2010 und 2012 von bei sechs von 15 Herztransplantationen Daten manipuliert worden sein. Und zwar so, dass herzkranke Patienten auf der Warteliste nach vorne gelangen konnten. Das Vorgehen sei inakzeptabel. Medikamentenangaben sind offenbar verändert worden, so dass Patienten, die auf eine Transplantation gewartet haben, überhaupt Aussicht auf einen Eingriff gehabt hätten. Der Sprecher des Kölner Uniklinikums sagte, dass die mutmaßlich verantwortlichen Ärzte nicht mehr dort arbeiteten würden und sie sich auch nicht bereichert hätten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Jens Wolf / dpa,

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