Neues Image für thyssenkrupp

thyssenkrupp-Chef: Von eigenen Zielen noch entfernt

Der Essener Traditionskonzern ändert sein Logo und seinen Slogan – und schreibt zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen.

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Neues Image für thyssenkrupp (Foto: Roland Weihrauch / dpa)

Ein Schutzhelm mit dem neuen ThyssenKrupp Logo. Bild: Roland Weihrauch / dpa,

Aus ThyssenKrupp wird thyssenkrupp! Mit seinem neuen Logo möchte thyssenkrupp eine neue Einheit demonstrieren. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich allerdings kaum vom vorherigen. Es gibt weiterhin den Stahlbogen von Thyssen und die drei nahtlosen Radreifen von Krupp. Aber jetzt bilden die beiden Symbole eine Einheit, sind miteinander verbunden. Das Versprechen dahinter: „engeneering. tomorrow. together“. Was frei übersetzt so viel bedeutet wie ein Team für die Ingenieurleistung von morgen.

Bei der heutigen Bilanz-Pressekonferenz sind die alten Logos an der Firmenzentrale in Essen bereits verschwunden. Am Hauptgebäude im thyssenkrupp-Quartier soll ein großes Transparent mit dem neuen Logo angebracht werden. Das „neue thyssenkrupp“ soll sich von jetzt an auch in den Köpfen von Mitarbeitern, Kunden und Anlegern entfalten. Es geht nicht mehr nur noch um Stahl und Hochöfen. Tatsächlich macht der Stahlbereich mittlerweile noch nicht einmal mehr ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. „Wir sind diversifizierter und damit stabiler geworden“, sagt thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger (diversifizierter = das Unternehmen hat sich auf neue Produktions- bzw. Produktbereiche umgestellt).

Hiesinger sieht aber immer noch weiteren Nachhholbedarf für den Industriekonzern. „Wir sind von unserem Mindestanspruch und unseren Zielen noch ein gutes Stück entfernt“, sagte der Manager heute in Essen. Der Konzern habe sich nach Jahren der Krise inzwischen zwar stabilisiert, aber das reiche noch nicht aus. Der Umbau gehe weiter und brauche seine Zeit. Aber der Ruhrkonzern scheint auf einem guten Weg zu sein. Das verdeutlichen auch die schwarzen Zahlen, die der Konzern im zweiten Jahr in Folge schreibt. Das Unternehmen steigerte im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr den operativen Gewinn (den Gewinn, den ein Unternehmen durch seine regelmäßige Geschäftstätigkeit erzielt, in erster Linie durch den Verkauf von Produkten) um gut ein Viertel auf knapp 1,7 Milliarden Euro.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Roland Weihrauch / dpa,

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