Tengelmann-Rettung gescheitert

Unternehmen konnten sich nicht einigen

Die Supermark-Kette Kaiser’s Tengelmann wird zerschlagen. Die Gespräche zwischen dem Unternehmen, Gewerkschaft und anderen Supermärkten sind erfolglos zu Ende gegangen.

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Tengelmann-Rettung gescheitert (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

16.000 Mitarbeiter, die der Arbeitsmarkt erwarten könnte – denn Kaiser’s Tengelmann wird zerschlagen. Auch der „runde Tische“ brachte keine Lösung. Gestern Abend endeten die Gespräche ohne Erfolg. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hatte bis zuletzt gehofft, dass seine Mitarbeiter nicht um ihre Jobs bangen müssen. Den schwarzen Peter schiebt er den Supermarkt-Unternehmen zu, die gegen die Übernahme von Tengelmann durch EDEKA geklagt hatten: „Wir müssen leider feststellen, dass die Kläger nicht bereit sind, konstruktiv an Lösungen zu arbeiten und ihre Beschwerden zurückzuziehen“.

Mit einer Ministererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sollte der Supermarktriese EDEKA das Unternehmen komplett alleine aufkaufen. Andere Supermärkte, wie Rewe, Markant und Norma, fühlten sich benachteiligt und klagten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

Die Zerschlagung soll kommende Woche in NRW beginnen. Eine erneute Prüfung durch das Bundeskartellamt würde weitere sechs Monate dauern, die das Unternehmen nicht mehr durchstehen kann. „Für uns heißt das, dass wir jetzt unser Alternativszenario aktivieren und mit der Vorbereitung der Einzelverwertung des Unternehmens beginnen müssen“, so Haub und fügte hinzu: „Leider müssen wir davon ausgehen, dass für zahlreiche Filialen kein Supermarktbetreiber gefunden werden kann. Deshalb steht eine große Zahl von Mitarbeitern vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze“.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 14.10.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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