Streit um anzügliches Werbeauto

Gericht: Kündigung ist grundsätzlich ok

Weil er die Werbung auf dem Dienstwagen sexistisch fand, weigerte sich ein Mitarbeiter damit zu fahren. Dafür gab es die Kündigung.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Streit um anzügliches Werbeauto (Foto: Kaffeegenuss Bovelett)

 Bild: Kaffeegenuss Bovelett,

Nach seiner Weigerung, ein Firmenfahrzeug mit „sexistischer“ Werbung zu fahren, hat der Beschäftigte eines Kaffeevertriebs die fristlose Kündigung bekommen. Auf der Tür waren nackte, aus Kaffeebohnen herausragende Frauenbeine mit halb ausgezogenen roten Pumps zu sehen. Die fristlose Kündigung war nicht ok, eine fristgerechte Kündigung aber schon meint heute das Arbeitsgericht Mönchengladbach. «Mit so einem Puffauto fahre ich nicht», hatte der 49-Jährige nach Angaben der Richterin gesagt. Den vorgeschlagenen Vergleich mit einer regulären Kündigung lehnte der Kläger ab. Er sieht sich wegen seiner Homosexualität diskriminiert. Er sei der einzige Beschäftigte, der mit einer solchen Werbung Kaffee ausliefern müsse. Alle anderen Kollegen hätten ganz normale Fahrzeuge. «Ich habe kein Problem mit seiner Homosexualität», sagte dagegen der Geschäftsführer des Unternehmens. «Das Fahrzeug sollte in den Großstädten auffallen.» Der Mann belieferte die Kundschaft in Köln und Düsseldorf. 20 Jahre lang war der Mitarbeiter bei der Kaffeefirma beschäftigt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Kaffeegenuss Bovelett,

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