Steuergelder für Atomausstieg?

NRW-Wirtschaftsminister will Kosten deckeln

Sollten die Rücklagen für den Atomausstieg nicht reichen, sei der Staat gefordert. Das sagt NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin in einem Interview.

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Steuergelder für Atomausstieg? (Foto: Rolf Vennenbernd / dpa)

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Bild: Rolf Vennenbernd / dpa,

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) will die Atomausstiegskosten der Energiekonzerne notfalls mit Hilfe von Steuergeld deckeln. «Wenn wir irgendwann zu dem Ergebnis kommen sollten, dass die 38 Milliarden Euro nicht ausreichen, dann wäre das keine Frage, die die Unternehmen zu lösen haben. Die haben mit uns eine Verabredung über diese festgelegte Summe. Wenn es darüber hinausgeht, ist auch der Staat gefordert», sagte Duin der «Rheinischen Post». Die in Deutschland aktiven Atomkraftbetreiber, darunter Eon aus Düsseldorf und der Essener Energieriese RWE, haben entsprechend gesetzlicher Vorgaben rund 38 Milliarden Euro für den Rückbau und die Atommüll-Entsorgung reserviert.

Duin geht aber von höheren Kosten aus: «Als Mitglied der Endlagerkommission weiß ich, dass die Herausforderung wahrscheinlich größer ist als die 38 Milliarden Euro. Und dann wird kein Weg daran
vorbeiführen, dass der Staat Verantwortung übernimmt», sagte er weiter. (dpa)

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Rolf Vennenbernd / dpa,

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