Stadt Essen schließt vorübergehend Bürgerämter

Ab dem 4. April sind die Zweigstellen der Bürgerämter in Essen nicht besetzt.

Die Stadt Essen fühlt sich durch die Personalnot und die hohe Arbeitsbelastung durch die Flüchtlingskrise gezwungen, einige Bürgerämter in den Stadtteilen vorübergehend zu schließen.

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Stadt Essen schließt vorübergehend Bürgerämter (Foto: Symbolbild SAT.1 NRW)

 Bild: Symbolbild SAT.1 NRW,

Habt ihr dafür Verständnis?

Um mit der Bearbeitung von Asylanträgen hinterher zu kommen, muss die Stadt Essen 6 Bürgerämter vorübergehend schließen.

Damit der Rückstau von unbearbeiteten Asylanträgen bearbeitet werden kann, fühlt die Stadt Essen sich dazu gezwungen, einige Bürgerämter in Essen vorübergehend zu schließen. Diese Maßnahme wurde bereits im Oktober 2015 durchgeführt, diese wurden erst im Januar 2016 wieder geöffnet worden. Dies passiert nun erneut ab dem 4. April. Betroffen sind die Zweigstellen in Fronhausen und Rüttenscheid, Kupferdreh und Kettwig, Altenessen und Stoppenberg.
Es handelt sich um jene Bürgerämter, die die Stadt seit einiger Zeit zu Paaren zusammengefasst hat, die jeweils im Wechsel öffnen. Geöffnet bleiben daneben nur die Außenstellen Borbeck und Steele. Damit bleiben Tausende Datensätze der Bürger liegen. Die Flüchtlingskrise und die damit verbundene Arbeitsbelastung der Mitarbeiter lassen keinen anderen Schritt zu. Der Berg an unerledigten Fällen wächst seither rasant weiter: „Wir hatten im Februar 3800 Datensätze, die nicht bearbeitet waren – jetzt sind es 5135“, erklärte der Leiter des Einwohneramtes, Andre Seibert am Mittwoch im Personalausschuss. Dazu kämen gut 10 000 unbearbeitete Melderegisteranfragen. Am 30. Juni müsse man die aktualisierten Datensätze ans Land melden, weil auf dieser Grundlage die Schlüsselzuweisungen an die Stadt berechnet werden. Heißt also, dass es für die Stadt keine Zuschüsse gibt für nicht erfasste Einwohner – sowas kann richtig ins Geld gehen, betonte Seibert.

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