Staatsanwaltschaft lässt Einbrecher frei

Große Panne in Bochum: Daten lagen nicht vor

Die Staatsanwaltschaft Bochum ließ einen vorbestraften Einbrecher wieder laufen, da sie am Wochenende keinen Zugang zu den Daten hatte.

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Staatsanwaltschaft lässt Einbrecher frei (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Der Fall beschäftigt uns auch heute noch: Zwei Einbrecher wurden in Bochum wieder laufen gelassen, da die 18 und 20-jährigen Männer laut Staatsanwaltschaft keine hohe Strafe erwartet hätten. Sie wären nach Jugendstrafrecht verurteilt worden und wären angeblich nicht vorbestraft, deshalb wären die zwei Tage Arrest, die die Männer verbüßen mussten, ausreichend. Einer der beiden Männer war jedoch vorbestraft, er musste erst vor kurzem einen vierwöchigen Arrest absitzen – auch wegen Einbruchs. Die Erklärung der Staatsanwaltschaft: „Wir haben am Wochenende nicht uneingeschränkt Zugang zu den Datenbanken, deshalb konnten wir nicht feststellen, dass er vorbestraft ist.“ Da die beiden Männer keinen Wohnsitz in Deutschland haben und somit keinen Personalausweis, werden häufig unterschiedliche falsche Namen angegeben. Andere Angaben, wie z.B. Fingerabdrücke, miteinander zu vergleichen, würde sehr lange dauern. Für Peter Biesenbach von der CDU-Fraktion in NRW ist nun Justizminister Kutschaty gefordert: „Herr Justizminister, stellen Sie fest, warum die Staatsanwaltschaft keinen Haftbefehl veranlasst hat“.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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