Sportvereine in der Krise

Bonn plant weitere Turnhallen als Notunterkünfte

Kurse fallen aus, Mitglieder treten aus. In Nordrhein-Westfalen wird es für die Sportvereine immer enger.

 Wer mehr wissen will schaut 17:30 Uhr SAT.1 NRW.
Sportvereine in der Krise (Foto: Sat.1 NRW)

270 Turnhallen sind aktuell mit Flüchtlingen belegtBild: Sat.1 NRW,

Eigentlich sollte es nur eine Übergangslösung sein. Doch viele Turnhallen sind noch immer als Notunterkünfte für Flüchtlinge belegt. Und das wird sich so schnell nicht ändern, ganz im Gegenteil: In Bonn will die Stadt schon in den kommenden Tagen zwei weitere Sporthallen für die Vereine dicht machen. Das hat Folgen für die Sportvereine: Sie müssen sich Ausweichmöglichkeiten suchen und Kurse oft ausfallen lassen. Schlimmstenfalls kündigen Mitglieder und die Einnahmen bleiben aus. Wenn der Flüchtlingsstrom anhält, werden wohl noch mehr Sporthallen zu Notunterkünften umfunktioniert. Die Stadt Bonn geht davon aus, dass bis Juni insgesamt 21 Turnhallen von 100 für die Sportvereine erst mal tabu sind. Der Stadtsportbund kritisiert das scharf und hat der Stadt einen Brandbrief geschrieben. Die Bonner CDU hat sich nun mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Darin fordert sie eine bundespolitische Wende. Grundsätzlich befürworte man bei der CDU in Bonn die christliche Haltung der Bundesregierung. Aber die Grenze der Belastbarkeit wurde schon überschritten. Die Bundeskanzlerin solle die Kommunen und die EU nicht überlasten.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Sat.1 NRW,

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