So ticken Einbrecher

Und so können Sie sich und Ihre Wohnung schützen

Einbrecher gehen nicht immer nach ein und demselben Prinzip vor. Vielmehr gibt es verschiedene Methoden, gegen die man sich auch schützen kann.

 Weitere Informationen heute um 17:30 in SAT.1 NRW.
So ticken Einbrecher (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Wer sich vor Einbruch schützen will, der muss die Schwachstellen am Haus oder der Wohnung kennen und wissen und die dann beseitigen – das sagt die Polizei Münster. Hier zeigen wir ihnen die beliebtesten Einbruchsmethoden von sehr wahrscheinlich bis eher unwahrscheinlich.

Aufhebeln

Fenster und Türen lassen sich meistens in wenigen Sekunden aufhebeln – zack, sind die Einbrecher dann schon in der Wohnung oder im Haus. Oft reicht schon ein Schraubenzieher, um sich Zutritt zu verschaffen.

Deshalb gilt: Die Fenster sollten noch einmal manuell gesichert werden – zum Beispiel durch ein Schloss, wie es auch bei Balkon- und Terassentüren der Fall ist.

Durchstechen der Glasdichtung

Mit einem Schraubenzieher durchstechen Einbrecher manchmal auch die Dichtungen am Fensterglas. So können sie dann den Türgriff oder Fenstergriff erreichen und diesen öffnen, wenn dieser nicht noch mal manuell verschließbar ist.

Abbrechen

Einbrecher versuchen oft die Türschlösser, auch Profilzylinder genannt, abzubrechen und herauszuziehen. So lässt sich die Tür dann leichter öffnen. Davor kann man sich schützen, indem man sich Schutzbeschläge anschafft, die das Herausziehen und Abbrechen des Schlosses verhindert.

Glasdurchgriff

Diese Methode bringt die Einbrecher in Gefahr, weil es Lärm macht. Deswegen wählen nur sehr wenige Einbrecher diese Art des Einbruchs. Dabei wird nämlich in Nähe des Tür- oder Fenstergriffs ein Loch in das Fenster geschlagen, um so dann das Fenster oder die Tür zu öffnen. Helfen kann man sich da durch abschließbare Fensterhebel, die sich nur mit Schlüssel bewegen lassen oder eine einbruchhemmende Verglasung, die allerdings recht teuer ist.

Flippermethode

Von dieser Methode hört man häufig. Einbrecher nutzen Chipkarten oder einen schmalen Gegenstand, um damit in den Spalt zwischen Tür und Rahmen zu kommen. Sie drücken mit der Karte das Türschloss zurück und können so ins Haus oder die Wohnung eintreten. Hier ist der Einbruchsschutz ganz einfach: Tür abschließen – denn der Riegel lässt sich nicht einfach zurückschieben.

Glasdurchstieg

Diese Methode ist eine sehr unwahrscheinliche. Und zwar schlägt hier der Einbrecher nicht nur ein Loch in die Scheibe, sondern entfernt direkt das gesamte Glas. Das diese Methode nur in einem Prozent der Fälle vorkommt, lohnt es sich nicht wirklich sich hier kostspielig gegen zu schützen.

Schlüsselschlagmethode

Bei dieser Methode hat der Einbrecher einen Schlüsselrohling und eine Menge Fachwissen, um den originalen Schlüssel nachzumachen. Das ist den meisten Dieben allerdings viel zu umständlich und kommt deshalb nur selten vor.

Picking

Hier werden die Zuhaltestifte der Tür abgetastet und zurückgeschoben, um so die Tür leicht aufhebeln zu können. Diese Methode kommt bei Einbrechern aber so gut wie nie vor, da man dafür extrem teures Spezialwerkzeug braucht. Diese Methode wird aber häufig von Polizei und Feuerwehr genutzt, um sich Zugang zu Wohnung zu verschaffen.

Über’s Dach

Kommt sehr sehr sehr sehr selten vor. Also keine Angst vor Einbrechern auf dem Dach.

Quelle: Polizei Münster

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 27.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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