Sind wir Griechenland jetzt los?

Europapolitiker aus NRW kritisieren „Nein“ der Griechen

Griechenland will nicht weiter sparen. Falls die EU das einfach akzeptiert, sei das „verheerend“, so der EU-Abgeordnete Graf Lambsdorff aus NRW

 Den aktuellen Stand gibt´s 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Sind wir Griechenland jetzt los? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Würdet ihr den Griechen weitere Hilfe gewähren?

Die Griechen haben gegen die Sparauflagen der EU gestimmt. Doch die Politiker in der EU zeigen sich weiter grundsätzlich gesprächsbereit.

Es ist eine klare Ansage, die das griechische Volk an seine Regierung gesendet hat: 61 Prozent der Menschen lehnen die Sparauflagen der internationalen Geldgeber ab. Damit ist klar: Die griechische Regierung soll einen besseren Deal aushandeln. Doch macht die EU da mit?

EU-Politiker aus NRW bezweifeln, dass die EU jetzt klein beigibt. In einem Interview sagte der EU-Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff, dass bei einem Einknicken ein falsches Signal an andere Länder gesendet werde. „Das ist doch verheerend! Ich glaube, dass es deswegen nicht anders geht, als dass man den Griechen sagt: ‚Ihr wolltet selber entscheiden und das habt ihr mit über 61 Prozent jetzt eindeutig gemacht. Dann entscheidet bitte auch in Zukunft auch über Eure Währungs- und Geldpolitik alleine, dann führt die Drachme wieder ein. Aber dann wird’s im Euro eben nicht weiter gehen.’“

Gleichzeitig betont Lambsdorff, dass Hilfe für Griechenland trotzdem notwendig sei. „Wenn Griechenland die Eurozone verlässt, verlässt Griechenland ja nicht Europa oder die Europäische Union. Das heißt, das Land wird weiter Solidarität bekommen, es wird weiter Hilfen bekommen. Aber eben nicht mehr auf Dauer oder auf alle Zeiten in der Eurozone. Denn das ist nun wirklich den Steuerzahlern im Norden nicht mehr zuzumuten.“

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

Jetzt Mitreden!

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

*

Einen Kommentar