Schwulenfeindlich oder einfach nur rückständig?

CDU Ratsherr aus Mönchengladbach erntet Facebook-Shitstorm

„Ich finde, was gestern falsch war, muss auch falsch bleiben, auch wenn es heute möglicherweise nicht mehr falsch ist“, sagt CDU-Mann Christoph Dohmen.

 Mehr dazu heute um 17:30 in SAT.1 NRW!
Schwulenfeindlich oder einfach nur rückständig? (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will eine Entschädigung für Homosexuelle, die bis 1994 nach Paragraph 175 verurteilt wurden – denn damals war Homosexualität noch eine Straftat.

Dem CDU-Ratsherrn Christoph Dohmen aus Mönchengladbach passte das offenbar gar nicht. Er postet bei Facebook diese Aussage:

„Ich finde, was gestern falsch war, muss auch falsch bleiben, auch wenn es heute möglicherweise nicht mehr falsch ist.“

Für diesen Post erntete der CDU-Mann unmittelbar einen Shitstorm. Woraufhin er sich noch unglücklicher versuchte aus der Affäre zu ziehen – und zwar mit diesem Post.

„Fahre ich heute in der Stadt 60 km/h, obwohl nur 50 erlaubt ist, werde ich bestraft. Wenn auf dieser Straße in zwei Jahren dann Tempo 70 erlaubt wird, werde ich dann auch entschädigt?“

Auch auf diese Aussage hin erntet der Politiker wieder Gegenstimmen – vergleicht er ja schließlich damalige Schwulenfeindlichkeit mit der Straßenverkehrsregelung.

CDU-Motto

Kurios ist die Einstellung und die Aussage von Christoph Dohmen vor allem, wenn man den Slogan seiner Partei in Mönchengladbach betrachtet. So hat die CDU auf ihrer Seite stehen: „Neues Denken. Neues Handeln.“. Warum der CDU-Mann dann solche weniger vorwärtsgewandte Postings auf Facebook veröffentlicht, ist fraglich.

Schlagwörter: Christopher-Street-Day, Entschädigung, Homosexualität, Lesbisch, Mönchengladbach, Politik, Posting, Rehabilitation, Schwul, soziale Netzwerke, Straftat

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 14.07.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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