Schwere Vorwürfe gegen die Polizei

Kölner Abi-Krawalle sind heute Thema im Landtag

Die Abifeier Mitte März ist vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Zwei Schüler wurden schwer verletzt. Jetzt werfen sie der Polizei vor, nichts getan zu haben.

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Schwere Vorwürfe gegen die Polizei (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Dass Abiturienten das Ende ihrer Schulzeit gerne mal etwas heftiger feiern, ist keine Seltenheit. Doch was zuletzt in Köln passiert ist, erreicht neue Dimensionen: Bei einer Abifeier am 14. März gehen Schüler aufeinander los, zwei von ihnen werden schwer verletzt. Auch drei Wochen nach den Krawallen ist immer noch unklar, ob ein Schüler auf einem Auge dauerhaft blind bleiben wird.

Jetzt erheben die Abiturienten schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Laut „Kölner-Stadt-Anzeiger“ soll ein Schüler in der Nacht die Polizei gebeten habe, endlich einzugreifen. Die Antwort des Beamten soll gewesen sein: „Das haben Sie sich selbst eingebrockt. Da würden wir jetzt nichts tun.“

Die Eskalationen sind heute auch Thema im Innenausschuss des NRW-Landtags. Die CDU-Fraktion will wssen, ob die Polizei rechtzeitig eingegriffen habe oder nicht. Die Antwort des Innenministeriums liegt dem „Kölner-Stadt-Anzeiger“ bereits vor – demnach habe die Polizei die Schülergruppen getrennt und weitere Auseinandersetzungen unterbunden.

In dem achtseitigen Bericht werden die Ereignisse aus Sicht der Polizei geschildert. Einige Passagen werfen aber Fragen auf: „Sie machen keinen ängstlichen oder hilfesuchenden Eindruck“, heißt es zum Beispiel. Trotzdem steht in dem Bericht auch, dass zwei Schülerinnen die Polizisten angesprochen hätten.

Angesichts dieser Widersprüche wird die Aufklärung der schweren Ausschreitungen mit zwei Schwerverletzen wohl noch länger andauern.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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