Kein Schnitzel in der Kita?

Immer weniger Schweinefleisch in NRW-Schulen und Kitas

Die Nachfrage nach Schweinefleisch sinkt an den Schulen und Kitas in NRW immer weiter. Das liegt auch daran, dass viele Kinder aus religiösen Gründen kein Schwein essen.

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Kein Schnitzel in der Kita? (Foto: SAT.1 NRW)

Bald die Ausnahme? Immer mehr Schulen und Kitas streichen Schweinefleisch.Bild: SAT.1 NRW,

Das Schweineschnitzel und die Würstchen verschwinden nach und nach aus immer mehr Schulkantinen und Kita-Küchen. Laut WAZ haben einige Städte das Schwein mittlerweile ganz von ihrem Speiseplan verbannt – in anderen sinkt die Nachfrage rapide.

Gesundheitliche und religiöse Gründe

Ein Grund ist der gesundheitliche Aspekt. Insgesamt soll es weniger und nicht so fettes Fleisch geben. Stattdessen sollen die Kinder insgesamt mehr frisches Obst und Gemüse essen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, maximal zwei Mal pro Woche Fleisch zu essen.

Aber auch Religion spielt eine Rolle: Es gibt viele muslimische Kinder, die kein Schweinefleisch essen. Besonders im Ruhrgebiet, wo es viele muslimische Kinder gibt, nehmen Schulen und Kitas immer öfter Schweineschnitzel und Würstchen vom Essenplan. Darin sehen die Caterer auch einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn sie das Schweinefleisch aus ihrem Angebot streichen. Denn so können sich Muslime darauf verlassen, dass die Produkte frei von Schwein sind und die Caterer müssen nicht viele verschiedene Schulessen anbieten. In Bielefeld ist das schon seit 15 Jahren Standard: Hier verzichten alle städtischen Kitas auf Schweinefleisch. Auch in Gelsenkirchen fällt aus religiösen Gründen in manchen Kitas das Schweinefleisch weg.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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