Schulministerin steht nicht mehr hinter G8

Sylvia Löhrmann plant Flexi-System

Statt vorgegebenen G8 soll jedes Kind seine eigene Schulzeit bekommen: So stellt sich Schulministerin Sylvia Löhrmann in Zukunft das Schulsystem vor.

 Den aktuellen Stand gibt´s 17:30 Uhr in SAT.1 NRW.
Schulministerin steht nicht mehr hinter G8 (Foto: SAT.1 NRW)

 Bild: SAT.1 NRW,

Keine verkürzte Schulzeit nach G8 mehr – das fordern seit langem viele Eltern und Schüler. Jetzt werden sie endlich gehört: Schulministerin Sylvia Löhrmann (B’90/Die Grünen) gibt ihre verteidigende Haltung für G8 auf und fordert nun selbst eine Veränderung.

Bereits seit einigen Wochen bröckelt die SPD in ihrer Haltung zu der verkürzten Schulzeit. Die Bochumer SPD preschte mit der Idee eines flexiblen Systems vor – man soll selbst zwischen G8 und G9 entscheiden können. Die Schulministerin nahm sich diesen Vorschlag offenbar zu Herzen und setzt jetzt aber noch einen drauf: Sie fordert, das jedes Kind seine ganz eigene, an seine individuellen Leistungen angepasste Schulzeit bekommt, egal ob 12, 13 oder 14 Jahre Schule dabei herauskommen. Wie genau das umgesetzt werden soll oder kann, erklärte die Schulministerin aber nicht.

Dieses plötzliche Umschwenken der jahrelangen G8-Verfechterin kommt nicht bei allen gut an. Yvonne Gebauer von der FDP-Fraktion erklärt in einer Pressemitteilung:

„Gestern noch plädierte die Schulministerin dafür, dass endlich Ruhe an Gymnasien einkehren müsse, heute mischt sie Schulen, Lehrer und Eltern mit ihrem Vorschlag der flexiblen Lernzeit für jedes Kind gründlich auf. Vor wenigen Tagen hielt sie flexible Möglichkeiten für G8 und G9 an Gymnasien noch für undenkbar. Was möchte diese Schulministerin eigentlich und vor allem wie lange?“

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 15.09.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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