Schulkrieg in Schwerte

CDU macht Stunk mit Todesanzeige

Mit einer Todesanzeige kämpft die CDU Schwerte gegen eine zweite Gesamtschule und befürchtet den Tod der Gymnasien. Geschmacklos oder in Ordnung?

 Ein echter Aufreger! Mehr dazu: 17:30 SAT.1 NRW.
Schulkrieg in Schwerte (Foto: SAT.1 NRW)

Die Zeitungsanzeige der CDU.Bild: SAT.1 NRW,

Heftiger Streit um eine zweite Gesamtschule mit allen Mitteln in Schwerte: Die CDU hatte in einem Anzeigenblatt eine halbe Seite gekauft und dort ihren Text veröffentlicht, in den eine Todesanzeige eingebettet ist. Während im Haupttext vor allem geschrieben wird, dass eine zweite Gesamtschule nur auf Kosten eines Gymnasiums eingerichtet werden könnte und dann die Argumente der CDU in der Schul-Debatte abgearbeitet werden, steht in der Todesanzeige: „Nach dem plötzlichen Ende der Realschule gedenken wir mit Unverständnis und Entrüstung der Aufkündigung von Schulvielfalt, Elternwille und Wahlfreiheit in der Hansestadt Schwerte an der Ruhr, Zu Grabe getragen am 20. Mai 2015 im Rat der Stadt Schwerte durch die Stimmen von SPD, Linke, WfS und Grüne.“
Hintergrund: Seit Jahren werden in Schwerte Schüler an der Gesamtschule abgelehnt, weil es viel zu viele Anmeldungen gibt. Im Stadtrat wurde beschlossen: eine zweite Gesamtschule muss her. Jetzt prangert die Partei die Pläne für eine neue Gesamtschule plötzlich an und spricht vom Tod der Schulvielfalt. Geschmacklos, unterstes Niveau, verlogen – so wird die Kampagne jetzt von den politischen Gegnern und der Initiative für eine zweite Gesamtschule gegeisselt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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