Brand in AKW Tihange

Pannenserie des Kernkraftwerks geht weiter

Nach einem erneuten Feuer am Freitag fordert die NRW-Landesregierung nun das Aus für das belgische „Bröckel-AKW” Tihange 2.

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Brand in AKW Tihange (Foto: Julien Warnand / dpa)

Das belgische Kernkraftwerk Tihange. Bild: Julien Warnand / dpa,

Brände, Risse im Behälter, auslaufendes Kühlwasser – das belgische Atomkraftwerk „Tihange 2“ scheint von einer Pannenserie geplagt. Und das alles nur rund 60 Kilometer von Aachen entfernt. NRWs Landesregierung fordert nun das Aus für das AKW. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) fordert, dass es Abschalt-Gespräche mit Belgien geben müsse. Und auch Garrelt Duin (SPD) twitterte: „#Tihange muss vom Netz. Endgültig.“

Der Reaktorblock hatte sich am Freitagabend nach einem Brand im nicht-nuklearen Teil automatisch abgeschaltet. Das Feuer sei schnell durch die Feuerwehr gelöscht worden, teilte das Betreiberunternehmen Electrabel am Samstag mit. Und weiter: Der Zwischenfall habe keine Auswirkungen auf Beschäftigte, Bevölkerung und Umwelt.

Das AKW Tihange steht seit längerem in der Kritik. Der Reaktor war im März 2014 abgeschaltet worden. Der Grund: tausende Haarrisse am Reaktorbehälter.

Trotz der Kritik aus NRW scheint es, als könnten wir nichts tun. Es bleibt die Frage, was noch alles passieren muss, bis die belgische Regierung das „Schrott-AKW“ endgültig stilllegt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Julien Warnand / dpa,

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