Schluss mit Schwanz ab

Gegen das Schwanzkupieren bei Schweinen

Das routinemäßige Kürzen von Ferkelschwänzen soll eingedämmt werden, denn es geht auch ohne. Aber muss damit nicht generell Schluss sein?

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Schluss mit Schwanz ab (Foto: SAT.1 NRW)

Schweine sollen künftig ihre Ringelschwänze behalten. Bild: SAT.1 NRW,

Hallo im Ringelschwanzland! In NRW sollen zukünftig möglichst viele Schweine ihre Ringelschwänze behalten. Die Tierquälerei hätte damit ein Ende. Schon jungen Ferkeln wird von den Züchtern etwa mit einer Klinge der Ringelschwanz abgeschnitten.

Heute startet bei Bauern im Münsterland ein Pilotprojekt, das vorsieht ab jetzt wieder „Langschwanzschweine“ zu haben. Jahrelang wurden Ferkel die Schwänze abgeschnitten, da damit das Schwanzbeißen der rosa Kannibalen verhindert werden sollte.

Schwanzbeißen bei Schweinen kann allerdings eine Vielzahl von Ursachen haben. Eine generelle Lösung gegen diese Verhaltensstörung sei noch nicht gefunden worden.

Tierschützer sind schon lange gegen das Abschneiden der Ringelschwänze. Der Schwanz ist ein wichtiges Körperteil, der -ähnlich wie bei einem Hund – zur Kommunikation mit Artgenossen und zum Ausdruck ihrer Stimmung dient. Der Eingriff kann zwar legal bis zu einem gewissen Punkt ohne Narkose durchgeführt werden, ist aber für die Tiere mit starken Schmerzen verbunden.

Bereits im Februar 2014 hatten der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) und das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium in einer gemeinsamen Erklärung ihren Willen zum Verzicht auf das routinemäßige Schwänzekürzen zum Ausdruck gebracht und sich auf einen Maßnahmenfahrplan bis 2016 geeinigt.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: SAT.1 NRW,

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