Schenkung an Muslime wird zu Shitstorm

Stadt Monheim will zwei Grundstücke für Moscheen verschenken

Die Stadt Monheim will etwas gegen Hinterhof-Moscheen tun und den beiden muslimischen Gemeinden der Stadt neue Grundstücke überlassen. Doch bei vielen Bürgern kommt das gar nicht gut an.

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 Bild: Facebook,

Eine Welle von Kommentaren überflutete die Facebook-Seite der Stadt Monheim am Rhein. Von Empörung über Hetze bis zu Beleidigungen. Und das, obwohl die Stadt in ihren Augen etwas Gutes tun will: Sie möchte Grundstücke verschenken.

Grundstücke für neue Moscheen

Zwei muslimischen Gemeinden sollen die Grundstücke überlassen werden. Vergangenen Donnerstag stellte Bürgermeister Daniel Zimmermann die Pläne vor. Denn bislang müssen sich die seit 30 Jahren ansässigen Gemeinden in kleinen Hinterhof-Moscheen organisieren. Die kleinen Räume sind mittlerweile völlig überfüllt. Mit den neuen Grundstücken soll Platz für größere Moscheen geschaffen werden. Die Stadt sieht bei den Gemeinden großes Engagement für gute Integration, die sie damit unterstützen möchte.

Stadt kassiert Shitstorm

Vielen Bürgern gefällt das offenbar aber gar nicht. Vor allem auf Facebook wurde das Posting der Stadt mit unschönen Kommentaren bombardiert, die mittlerweile gelöscht wurden. Gestern äußerte sich die Stadt erneut gegenüber den Facebook-Usern:

Wir hatten uns bei dem Thema keineswegs auf Applaus eingestellt,

heißt es. Doch trotzdem fordern sie die User auf, sich an Regeln zu halten:

Für Hass und Hetze ist für uns kein Platz.

In der nächsten Ratssitzung am 6. Juli will Bürgermeister Daniel Zimmermann die Schenkung den Ratsmitgliedern zur Abstimmung vorschlagen.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 20.06.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Beitrag erstellt von  | Bild-Quellen: Facebook,

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